Am Donnerstag, 3. September 2026, um 18:30 Uhr spricht Karl Kassenbrock im Museumsquartier Osnabrück über Henriette Koppel-Hirsch (1914 bis 1984) und ihre Verbindung zu Hans Georg Calmeyer (1903 bis 1973). Der Eintritt kostet 3 Euro, für Besucherinnen und Besucher unter 18 Jahren ist er frei.
Zwei Jahre in derselben Kanzlei
Koppel-Hirsch arbeitete von 1931 bis 1933 in der Osnabrücker Anwaltskanzlei von Hans Georg Calmeyer. Calmeyer wurde später „Rassereferent“ beim Reichskommissar für die besetzten Niederlande. Dort begegneten sich die beiden während des Zweiten Weltkriegs wieder.
Ab 1943 durch die Lager
Für Koppel-Hirsch und ihre Familie begann 1943 ein Weg durch nationalsozialistische Lager. Dass sie überlebten, verdankten sie nach Darstellung des Referenten Personen, die aus sehr unterschiedlichen Motiven handelten.
Gespräche nach dem Krieg
Nach Kriegsende kam es erneut zu Treffen zwischen Koppel-Hirsch und Calmeyer. Während die Familie das Erlebte weitgehend im Schweigen verarbeitete, suchte Calmeyer das Gespräch über seine Schuld. Der Vortrag fragt danach, wie beide Seiten mit ihren unterschiedlichen Rollen in der NS-Zeit umgingen.
Teil der Reihe „Topografien des Terrors“
Der Abend gehört zum Programm der Villa_ und zur Vortragsreihe „Topografien des Terrors“. Die Reihe befasst sich am regionalen Beispiel mit der NS-Ideologie und darüber hinaus mit Diktatur und autoritärer Staatsführung und deren Folgen für offene Gesellschaften.
Ort und Öffnungszeiten
Museumsquartier Osnabrück, Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr.

