Der Rohbau der neuen Friedensschule an der Rolandsmauer in Osnabrück steht: Am Montag, 24. August 2026, hat die Stadt Osnabrück gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Schule und Planung Richtfest gefeiert. Gut neun Monate nach der Grundsteinlegung im November 2025 ist damit ein weiterer Bauabschnitt abgeschlossen.
Was für rund 59 Millionen Euro entsteht
Die neue Friedensschule wird im Passivhausstandard errichtet und umfasst rund 13.200 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Als vierzügige Oberschule bekommt sie moderne und flexibel nutzbare Lern-, Arbeits- und Aufenthaltsbereiche. Die Gesamtkosten beziffert die Stadt auf rund 59 Millionen Euro, fertig sein soll das Gebäude im Frühjahr 2028.
Die Pläne stammen vom Berliner Architekturbüro Lankes Köngeter, die Außenanlagen kommen von den Berliner Landschaftsarchitekten birke zimmermann. Beide Büros hatten den Architekturwettbewerb der Stadt für den Standort gewonnen.
Warum die Architektur zur Pädagogik passen soll
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter verwies auf das Lernkonzept der Schule: „In der Friedensschule geht es nicht um Frontalunterricht, sondern um individuelles, eigenverantwortliches Lernen auf Augenhöhe. Und die Architektur, deren Rohbau wir heute feiern, spiegelt genau das wider.“ Der Schulbetrieb läuft währenddessen in Mobilklassen mit direktem Blick auf die Baustelle weiter.
Ein Adelshof unter dem früheren Schulhof
Der Neubau entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Schule an der Rolandsmauer und des früheren Hauses der Gesundheit. Beide Gebäude wurden im Laufe des Jahres 2024 abgebrochen. Zuvor hatten von November 2023 bis Juli 2024 archäologische Grabungen stattgefunden: Im Bereich des früheren Schulhofs legten die Fachleute Reste des historischen Hünefelder Hofes frei. Die Grundmauern und Funde des einstigen Adelshofes dokumentieren die lange Geschichte des Ortes.
Fragen zum Bauvorhaben beantwortet die Pressestelle der Stadt Osnabrück, Simon Vonstein, unter Telefon 0541 3234557 oder per E-Mail an [email protected].

