Die Bruttomonatsverdienste in Niedersachsen lagen im zweiten Quartal 2026 um 3,5 Prozent über dem Vorjahresquartal. Weil die Verbraucherpreise gleichzeitig um 2,8 Prozent zulegten, blieb real ein Plus von 0,7 Prozent. Das teilt das Landesamt für Statistik Niedersachsen mit.
Der schwächste Anstieg seit drei Jahren
So gering war der Reallohnzuwachs zuletzt im dritten Quartal 2023, damals lag er bei 0,8 Prozent. Ein Minus gab es zuletzt im zweiten Quartal 2023 mit 0,5 Prozent. Die Nominallöhne selbst sind dabei nicht eingebrochen: Ihre Zuwachsrate von 3,5 Prozent entspricht exakt der des Vorjahres. Aufgezehrt wird sie von den Preisen.
Bundesweit sieht es besser aus
Der Vergleich mit den bundesweiten Zahlen des Statistischen Bundesamtes fällt für Niedersachsen ungünstig aus. Deutschlandweit stiegen die Nominallöhne im selben Quartal um 4,1 Prozent, die Verbraucherpreise um 2,5 Prozent, macht real 1,5 Prozent. Niedersächsische Beschäftigte hatten also gleichzeitig den schwächeren Lohnzuwachs und die stärkere Teuerung – das Reallohnplus fällt hier weniger als halb so hoch aus wie im Bundesschnitt.
Was in der Statistik steckt
Der Nominallohnindex erfasst Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen, und zwar für alle Beschäftigten – Vollzeit, Teilzeit, geringfügig Beschäftigte, Auszubildende und Altersteilzeit. Seit dem Berichtsjahr 2023 sind auch Betriebe ab einer sozialversicherungspflichtig beschäftigten Person sowie die Landwirtschaft einbezogen. Zum vierten Quartal 2025 hat das Landesamt die Indexreihe vom Basisjahr 2022 auf 2025 umgestellt; ältere Veränderungsraten können deshalb rundungsbedingt leicht von früheren Veröffentlichungen abweichen.

