Niedersachsens Sozialminister Dr. Andreas Philippi fordert den Bund auf, die Förderung von Mehrgenerationenhäusern über 2028 hinaus fortzusetzen. Anlass war ein Besuch des Mehrgenerationenhauses Dannenberg am Donnerstag, 27. August 2026.
Das Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander 2021–2028“ endet nach derzeitigem Stand Ende 2028. Eine Fortführung hat der Bund bislang nicht zugesagt. Die Jugend- und Familienministerkonferenz hat ihn im Juni 2026 aufgefordert, die Förderung fortzusetzen; Antragsteller war unter anderem Niedersachsen.
Wie sich die Förderung zusammensetzt
Der Bund zahlt bis zu 40.000 Euro je Haus und Jahr – allerdings nur, wenn die Kommune 10.000 Euro dazugibt. An dieser kommunalen Kofinanzierung beteiligt sich das Land: bis zu 5.000 Euro jährlich für Häuser im Bundesprogramm, bis zu 6.000 Euro für Häuser außerhalb des Programms, sofern sie dessen inhaltliche Schwerpunkte erfüllen.
Gefördert werden 2026 in Niedersachsen 68 Mehrgenerationenhäuser. 63 davon sind im Bundesprogramm, fünf werden ausschließlich vom Land unterstützt.
Was Mehrgenerationenhäuser anbieten
Es handelt sich um offene Tagestreffpunkte für Jung und Alt, getragen überwiegend von freiwilligem Engagement. Die Angebote richten sich nach dem örtlichen Bedarf und reichen nach Angaben des Ministeriums von Leseaktionen bis zu Zauberkursen. Die Häuser vermitteln außerdem an Angebote anderer Einrichtungen weiter.
„Mehrgenerationenhäuser bieten bezahlbaren Wohnraum, entlasten den Alltag der Menschen durch gegenseitige Hilfe und wirken Einsamkeit entgegen“, sagt Philippi. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels seien die aufgebauten Strukturen zu erhalten und auszubauen.

