Jan-Luca Ahillen und Jan Wulkotte vom SC Spelle-Venhaus im Testspiel gegen den VfL Osnabrueck

Erster gegen Zweiter: Spelle tritt in Wilhelmshaven an

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Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus spielt am Freitag, 28. August 2026, um 20 Uhr beim SV Wilhelmshaven. Es ist das Spitzenspiel des Spieltags: Der Tabellenzweite aus dem Emsland trifft im Jade-Stadion auf den Spitzenreiter, der aus drei Partien neun Punkte geholt und dabei noch kein Gegentor kassiert hat.

Spelle kommt aus dem 2:2 gegen den BSV Rehden, dem ersten Punktverlust der Saison. Beide Mannschaften sind weiter ungeschlagen, die Tabellenführung ging dadurch aber nach Wilhelmshaven. „Trotzdem war ich mit der Leistung größtenteils einverstanden“, sagt Trainer Henry Hupe, der sein Team wegen der etwas besseren Torchancen „einen Tick mehr“ als ein Unentschieden verdient sah. „Aber der Gegner war auch richtig gut.“

Zwei Ausfälle im Speller Kader

Verzichten muss Spelle auf den länger verletzten Luca Tersteeg. Auch hinter Steffen Wranik steht ein Fragezeichen: „Steffen war Dienstag auf dem Platz, aber es läuft noch nicht so, wie er und wir uns das wünschen“, so Hupe. Die Entscheidung soll in den letzten Tagen vor dem Spiel fallen.

Wilhelmshaven hat 18 Spieler geholt

Beim Gastgeber vom Jadebusen hat im Sommer ein Neuaufbau begonnen. Trainer ist der 34-jährige Bi Le Tran, der vom ostfriesischen Bezirksligisten SV Großefehn kam. Zum Saisonstart verpflichtete der Klub 18 Spieler, davon neun mit Regionalliga-Erfahrung; sieben liefen zuletzt für Kickers Emden auf, der Jüngste von ihnen ist 27 Jahre alt. Einer der Neuen, Tobias Steffens, hat den Verein bereits wieder Richtung Pewsum verlassen. Tido Steffens brachte aus 100 Viertligaspielen 34 Tore und 16 Vorlagen mit.

„Wilhelmshaven hat sehr stark nachgelegt auf dem Transfermarkt“, stellt Hupe fest. „Da kann man sich vorstellen, was auch wirtschaftlich oder finanziell dahintersteckt.“ Als alleinigen Meisterschaftsfavoriten sieht er den SVW dennoch nicht: „Ich glaube, es gibt noch andere gute Mannschaften in der Liga, die alle ungefähr auf einem Level sind.“

Vergangene Saison lagen zwei Punkte dazwischen

In der Vorsaison beendete Wilhelmshaven die Spielzeit auf Rang fünf, zwei Punkte und zwei Plätze vor Spelle. Meister wurde Delmenhorst mit 18 Punkten Vorsprung auf die Wilhelmshavener, Vizemeister der 1. FC Germania Egestorf-Langreder, der in der Relegation an der Regionalliga scheiterte.

„Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die von der individuellen Qualität her richtig gut besetzt sind und auch einen guten Saisonstart hatten“, sagt Hupe vor der Fahrt an die Nordsee. „Das verspricht einiges.“ Mit einem Sieg würde Spelle die Tabellenführung zurückerobern.

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