Grauer Hallenbau mit dem Sternenland-Schriftzug und Parkplatz davor

Kinder-Sternenland Papenburg: Was beim Besuch auffiel

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Ein Indoorspielplatz ist bei schlechtem Wetter oft die einzige Möglichkeit, Kinder auszupowern. Wir haben das Kinder-Sternenland an der Boschstraße 30 in Papenburg mit vier Erwachsenen und einem Kleinkind besucht. Das Fazit vorweg: viel Platz, angenehmere Geräuschkulisse als erwartet, aber zwei Punkte, bei denen wir mit einem Kleinkind genauer hinschauen würden.

Der Boden war rutschiger als gedacht

Wie in den meisten Hallenspielplätzen müssen die Schuhe aus, der Betreiber schreibt rutschfeste Socken für alle Besucher vor. Trotzdem empfanden wir den Boden als sehr rutschig. Mit einem Kleinkind an der Hand ist das ein Punkt, auf den man sich einstellen sollte: Stoppersocken mitbringen, nicht irgendwelche.

Rollen unter der Rutsche im Kleinkinderbereich

Im Kleinkinderbereich steht eine Rutsche, auf der Schlitten über Rollen gleiten. Beobachtet haben wir allerdings, dass Kinder die Rutsche auch ohne Schlitten benutzten und dabei direkt über die Rollen rutschten. Darin sehen wir ein vermeidbares Verletzungsrisiko. Eine deutlichere Kennzeichnung oder eine Trennung der beiden Nutzungsarten würde hier helfen.

Wir haben vor Ort beim Personal nachgefragt, ob die Rutsche auch ohne Schlitten benutzt werden darf. Eine Erklärung dazu bekamen wir nicht.

Der Betreiber weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass Sicherheit eine wichtige Rolle spiele und die Geräte regelmäßig geprüft würden. Unsere Beobachtung betrifft nicht den Zustand des Geräts, sondern die Art, wie Kinder es tatsächlich nutzen.

Mehrere in den Boden eingelassene Trampoline hinter einem Sicherheitsnetz
Der Trampolinbereich im Kinder-Sternenland.

Die Akustik war die positive Überraschung

Es waren viele Kinder in der Halle, entsprechend lebhaft ging es zu. Trotzdem war der Lärm nicht so erdrückend, wie man das von großen Indoorspielplätzen kennt. Gespräche zwischen Erwachsenen waren durchgehend möglich. Wer schon einmal nach zwei Stunden Hallenspielplatz mit Kopfschmerzen herausgekommen ist, weiß, was das wert ist.

Platz genug für mehrere Altersgruppen

Die Halle ist großzügig geschnitten, klettern, rutschen und toben lassen sich an mehreren Stellen gleichzeitig. Für kleinere Kinder gibt es einen eigenen Bereich. Die Erwachsenen konnten die Spielbereiche von den Sitzplätzen aus gut im Blick behalten. Kindergeburtstage sind möglich, für Wochenenden empfiehlt der Betreiber eine Tischreservierung.

Beim Essen wird nicht abkassiert

Vor Ort gibt es Snacks, kleine Gerichte für Kinder sowie Kaffee und Kuchen. Die kleinen Mahlzeiten haben uns geschmeckt, und die Preise blieben familienfreundlich. Wer schon einmal mit zwei Kindern an einem Freizeitpark-Kiosk stand, weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.

Kindergeburtstag: Nachrechnen lohnt sich

Für Geburtstage bietet das Sternenland drei Menüs an, alle inklusive Eintritt, einem Fahrtchip für die Go-Karts, einem Getränk (0,2 Liter) und einer Tischreservierung. Das Menü „gelb“ mit Pommes und wahlweise Hamburger oder Chicken Nuggets kostet 17 Euro pro Kind, die Menüs „blau“ (Pommes) und „rot“ (Nudeln mit Tomatensoße) je 16 Euro.

Weil der reguläre Kindereintritt allein schon 11,50 Euro beträgt, bleiben für Essen, Getränk und Go-Kart-Fahrt gerade einmal 4,50 bis 5,50 Euro. Dazu kommen bis zu zwei Erwachsene ab fünf Kindern kostenlos hinein, was noch einmal bis zu 14 Euro spart.

Was vorher zu klären ist

Die Menüs gibt es erst ab fünf Kindern pro Geburtstagskind, das Mindestalter für eine Feier mit Menüwahl liegt bei drei Jahren. Das Geburtstagskind selbst kommt kostenlos hinein und bekommt ein kleines Geschenk – sein Menü ist allerdings nicht gratis, das wird auf der Betreiberseite ausdrücklich klargestellt.

Mitgebrachte Speisen sind bis auf Kuchen, Süßigkeiten und Obst nicht erlaubt. Ebenfalls draußen bleiben müssen Konfettikanonen und Kerzen – wer eine Kerze auf dem Kuchen einplant, sollte das vorher wissen. Ein Tisch sollte einige Tage im Voraus reserviert werden.

Reihe bunter Bildschirmautomaten für Kinder an einer Hallenwand, davor Stühle
Die Bildschirmautomaten im Kinder-Sternenland.

Eine Beobachtung am Rand

Aufgefallen ist uns während des Besuchs etwas, das mit der Ausstattung nur indirekt zu tun hat: An mehreren Tischen saßen Erwachsene mit dem Smartphone in der Hand, während die Kinder in der Halle unterwegs waren. Mehrere Kinder liefen dabei zu den aufgestellten Bildschirmautomaten und probierten diese aus.

Interessant fanden wir die Frage, die sich daraus ergibt: Ein fest installiertes Gerät mit Bildschirm wird offenbar anders eingeordnet als ein Smartphone, obwohl in beiden Fällen visuelle und technische Reize im Mittelpunkt stehen. Eine Wertung ist das nicht, eher eine Beobachtung, über die man beim Kaffee nachdenken kann.

Preise und Öffnungszeiten

Kinder unter zwei Jahren zahlen keinen Eintritt. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre werden 11,50 Euro fällig, für Erwachsene 7 Euro. Wer erst ab 17 Uhr kommt, zahlt in der Happy Hour die Hälfte. Geöffnet ist regulär von 13.30 bis 19 Uhr, in den niedersächsischen Schulferien bereits ab 9.30 Uhr.

Adresse: Boschstraße 30, 26871 Papenburg, Telefon 04961 982626.

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