Bagger hebt belasteten Boden auf einer Baustelle aus - Symbolbild fuer die Bodensanierung an der Feuerwache Nord in Nordhorn

Feuerwache Nord in Nordhorn: PFAS im Boden verzögern die Inbetriebnahme

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Der Neubau der Feuerwache Nord in Nordhorn verzögert sich um rund ein halbes Jahr. Nach dem derzeitigen Stand soll die Wache Mitte November 2028 in Betrieb gehen statt wie geplant Ende Mai 2028. Grund sind PFAS-Belastungen im Boden des Grundstücks und die Maßnahmen, die dadurch nötig werden. Das teilt die Stadt Nordhorn mit.

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Die Stoffgruppe baut sich in der Umwelt praktisch nicht ab und wird deshalb als „Ewigkeitschemikalie“ bezeichnet. Auf Feuerwehrgrundstücken stammen Funde häufig aus früher eingesetzten Löschschäumen.

Grundwasser unauffällig

Die untersuchten Grundwasserproben zeigten laut Stadt keine Auffälligkeiten. Auch die Bodenproben, die zuletzt nach dem Abbruch der Halle genommen wurden, waren unauffällig oder lagen deutlich unter den maßgeblichen Schwellenwerten. In einzelnen Bereichen des Grundstücks ist dennoch ein Bodenaustausch nötig. Umfang und Tiefe hat ein Fachbüro in einem Konzept festgelegt und mit der Umweltbehörde des Landkreises Grafschaft Bentheim abgestimmt.

Das Sanierungskonzept sieht weitere Bodenproben vor. Fallen sie ohne Belastung aus, kann der bereits beauftragte Pfahlgründer nach Angaben der Stadt Anfang Oktober beginnen. Der Fertigstellungstermin hängt allerdings davon ab, was diese Proben während der Sanierung ergeben. Parallel laufen weitere Ausschreibungen, unter anderem für Rohbau, Blitzschutz und Aufzug.

Drei Hainbuchen und ein Ahorn müssen weichen

Im ersten Bauabschnitt werden vier Bäume im vorderen Bereich des Grundstücks gefällt: drei Hainbuchen und ein Ahorn. Auch dort wurden PFAS nachgewiesen. Weil die Sanierung den Wurzelbereich bis in rund drei Meter Tiefe erfassen muss, ließen sich erhebliche Schäden am Wurzelwerk nach Einschätzung der Fachleute nicht vermeiden. Stadt, Umweltbehörde und Gutachter haben das Vorgehen abgestimmt; im Zuge des Neubaus ist eine standortgerechte Ersatzbepflanzung vorgesehen.

Für die hinteren Bereiche des Baufeldes laufen die Untersuchungen noch. Ob dort weitere Maßnahmen nötig werden, will die Stadt im Einzelfall prüfen.

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