Die Autorin und Kulturkritikerin Alice Hasters kommt am Montag, 14. September 2026, ins Ludwig-Windthorst-Haus nach Lingen. Sie liest aus ihrem Sachbuch „Anti Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten“ und diskutiert anschließend mit dem Publikum. Karten gibt es über Reservix.
Wer als Opfer gilt – und wer nicht
Hasters beschreibt in dem Buch einen schleichenden kulturellen Wandel: Über Opfer werde viel gesprochen, gemeint seien damit aber immer seltener Menschen, denen tatsächlich Unrecht widerfahren ist. Negativ markiert würden stattdessen häufig diejenigen, die bestehende Verhältnisse hinterfragen, Schwächen eingestehen oder die gesellschaftliche Harmonie stören. Härte gegen andere gelte zunehmend als erstrebenswert, während an Betroffene von Benachteiligung sehr hohe Ansprüche gestellt würden.
Diese neue Kälte, so ihre These, geht mit dem Aufschwung von Autoritarismus und der Faszination für das „Stark-Sein“ einher. Dem setzt Hasters ein Plädoyer für Sensibilität, Empathie und die politische Kraft der Verbundenheit entgegen.
Wo die Lesung stattfindet
Das Ludwig-Windthorst-Haus ist eine katholisch-soziale Akademie an der Gerhard-Kues-Straße 16 in Lingen. Die Anfangszeit der Lesung steht in der Ankündigung der Stadt nicht; sie ist über die Ticketseite oder direkt beim Haus unter 0591 6102-0 zu erfahren.
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Buchtipp: Anti Opfer – Alice Hasters
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