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Porträt der Autorin Alice Hasters vor hellem Hintergrund

Alice Hasters liest in Lingen: Warum Härte plötzlich als authentisch gilt

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Digitale Realität

Die Autorin und Kulturkritikerin Alice Hasters kommt am Montag, 14. September 2026, um 18:45 Uhr ins Ludwig-Windthorst-Haus nach Lingen. Sie liest aus ihrem Sachbuch „Anti Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten“ und diskutiert anschließend mit dem Publikum. Die Lesung findet in Kooperation mit dem Landkreis Emsland und der Stadt Lingen statt, der Eintritt kostet 10 Euro.

Wer als Opfer gilt – und wer nicht

Hasters beschreibt in dem Buch einen schleichenden kulturellen Wandel: Über Opfer werde viel gesprochen, gemeint seien damit aber immer seltener Menschen, denen tatsächlich Unrecht widerfahren ist. Negativ markiert würden stattdessen häufig diejenigen, die bestehende Verhältnisse hinterfragen, Schwächen eingestehen oder die gesellschaftliche Harmonie stören. Härte gegen andere gelte zunehmend als erstrebenswert, während an Betroffene von Benachteiligung sehr hohe Ansprüche gestellt würden.

Diese neue Kälte, so ihre These, geht mit dem Aufschwung von Autoritarismus und der Faszination für das „Stark-Sein“ einher. Dem setzt Hasters ein Plädoyer für Sensibilität, Empathie und die politische Kraft der Verbundenheit entgegen.

Anmeldung und Ort

Das Ludwig-Windthorst-Haus ist eine katholisch-soziale Akademie an der Gerhard-Kues-Straße 16 in Lingen. Eine Anmeldung ist über www.lwh.de oder direkt bei Reservix möglich.

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Anti Opfer – Alice Hasters

Buchtipp: Anti Opfer – Alice Hasters

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