Im Kreis Coesfeld ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II im August erstmals in diesem Jahr wieder gestiegen – um 192 Personen gegenüber Juli. Die anteilige SGB-II-Quote liegt damit bei 2,4 Prozent, die Quote aller Arbeitslosen (SGB II und SGB III zusammen) bei 4,1 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Ende August betreuten die Jobcenter im Kreisgebiet 3.115 arbeitslose Menschen, darunter 1.451 Frauen und 1.664 Männer.
Der Anstieg kommt fast komplett von den Jungen
Bei den 15- bis 25-Jährigen stieg die Zahl der Arbeitslosen um 211 Personen – also stärker als der Gesamtanstieg. In den übrigen Altersgruppen ist die Arbeitslosigkeit im August damit weiter gesunken.
Der Grund liegt im Kalender. „Jugendliche und junge Erwachsene, die zum Ende der Sommerferien noch keine Nachweise über ihren weiteren Bildungs- oder Ausbildungsweg vorlegen konnten, werden vorübergehend als arbeitslos geführt“, erklärt Kreisdirektor Linus Tepe. Erfahrungsgemäß handele es sich um eine statistische Momentaufnahme; im weiteren Jahresverlauf rechne der Kreis in dieser Altersgruppe wieder mit sinkenden Zahlen.
Nichts mit dem Grundsicherungsgeld zu tun
Mit der Umstellung auf das neue Grundsicherungsgeld zum 1. Juli 2026 hat der Anstieg nach Angaben des Kreises nichts zu tun. Es handele sich um einen saisonalen Effekt, der auch in den Vorjahren rund um den Beginn des Schul- und Ausbildungsjahres zu beobachten war.
Im Vorjahresvergleich steht der Kreis weiterhin besser da: Im August 2025 lag die Gesamtquote bei 4,5 Prozent und die SGB-II-Quote bei 2,9 Prozent.

