Initiator Reinhard Eilers und Unterstützer der Rikscha-Initiative Schüttorf bei der Vorstellung des neuen Angebots

Rikscha-Initiative startet in Schüttorf: Ehrenamtliche bringen ältere Menschen wieder unterwegs

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Für ältere Menschen, die selbst nicht mehr Fahrrad fahren können, ist der Fahrtwind im Gesicht keine Selbstverständlichkeit mehr. In Schüttorf ändert das eine neue ehrenamtliche Rikscha-Initiative: Sie lädt Seniorinnen und Senioren zu kleinen Ausflügen mit der Rikscha ein und bringt sie zurück ins Freie.

Initiator ist Reinhard Eilers, der als Mitarbeiter der AWO täglich erlebt, wie wichtig soziale Kontakte und Teilhabe im Alter sind. „Die Rikscha-Initiative ist für mich eine absolute Herzenssache. Ich stehe schon immer in Kontakt mit älteren und hilfsbedürftigen Menschen und komme gerne mit ihnen ins Gespräch. Dies während einer Fahrtour mit der Rikscha durch Schüttorf und Umgebung zu machen, macht mir unglaublich viel Freude“, sagt Eilers.

Vier Ehrenamtliche sind startklar, weitere sind willkommen

Mit Manfred Heckmann, Helmut Klang, Anke Krümpel und Manfred Junker stehen die ersten vier ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer bereit. Sie schenken den Mitfahrenden vor allem Zeit: für einen Tapetenwechsel, Gespräche und schöne Momente außerhalb der eigenen vier Wände. Wer das Team verstärken möchte, sollte körperlich fit sein, Kraft in den Beinen mitbringen und sicher mit der Rikscha umgehen können.

Finanzierung war lange offen

Dass die Initiative überhaupt an den Start gehen kann, war lange nicht sicher. „Vor drei Monaten hätte ich das noch nicht gedacht“, blickt Eilers zurück. Am Ende kam die Rikscha durch Unterstützung der Kreissparkasse Grafschaft Bentheim, der Grafschafter Volksbank, der Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren sowie weiterer Spenderinnen und Spender zustande, ergänzt um LEADER-Mittel und eine großzügige private Spende von Matthias Franke.

Auch Sozialdezernent Gert Lödden lobt das Engagement: „Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer schenken nicht nur Mobilität, sondern auch Begegnung, Zeit und Lebensfreude. Dieses Engagement verdient große Anerkennung, denn es wirkt Einsamkeit entgegen und ermöglicht echte Teilhabe.“

Wer mitmachen oder spenden möchte

Getragen wird die Schüttorfer Rikscha-Initiative von mehreren Seiten: Die Freiwilligen-Agentur Grafschaft Bentheim begleitet das Projekt, der Landkreis stellt fünf Erste-Hilfe-Koffer für die Rikschas in Nordhorn und Schüttorf bereit, und die Brinkmann-Kerkhoff-Stiftung sammelt Spenden für die Ausstattung der Fahrerinnen und Fahrer, etwa mit Regenjacken.

Wer sich für eine Rikscha-Fahrt interessiert oder das ehrenamtliche Team verstärken möchte, wendet sich an die Freiwilligen-Agentur Grafschaft Bentheim: per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 05921 96-1812. Spenden nimmt die Brinkmann-Kerkhoff-Stiftung entgegen.

In Nordhorn ist eine Fahrradrikscha bereits seit mehreren Jahren im Einsatz. Mit dem neuen Angebot in Schüttorf wächst das ehrenamtliche Rikscha-Engagement in der Grafschaft Bentheim weiter.

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