Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist im ersten Halbjahr 2026 bundesweit um 6,5 Prozent gestiegen. Damit kamen 59,1 Prozent des in Deutschland erzeugten und eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Quellen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Besonders die Windenergie legte deutlich zu.
„Wichtig für Versorgungssicherheit“
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne wertet die Zahlen als Beleg für den eingeschlagenen Kurs: „Die Zahlen zeigen: Der Ausbau der erneuerbaren Energien stärkt unsere Versorgungssicherheit und macht uns unabhängiger von fossilen Energieimporten. Niedersachsen übernimmt dabei als führendes Windenergieland besondere Verantwortung und treibt die Energiewende entschlossen voran.“
Wertschöpfung soll in der Region bleiben
Der Ausbau schafft nach Angaben des Ministeriums zugleich Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land. Unternehmen, Handwerk und Kommunen profitieren demnach von Planung, Bau und Betrieb neuer Windenergie- und Solaranlagen sowie vom Ausbau von Netzen, Speichern und Wasserstoffinfrastruktur. „Die Energiewende ist ein wirtschaftliches Zukunftsprogramm für Niedersachsen. Wir wollen, dass ein möglichst großer Teil der Wertschöpfung in den Regionen bleibt und die Menschen vor Ort unmittelbar profitieren“, so Tonne.
Minister fordert Klarheit bei EEG-Novelle
Mit Blick auf die laufende Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes fordert Tonne verlässliche Rahmenbedingungen: „Investitionen in erneuerbare Energien werden über viele Jahre geplant. Deshalb darf die EEG-Novelle keinen Investitionsbruch verursachen. Wir brauchen schnell Klarheit, langfristige Investitionssicherheit und weiterhin ambitionierte Ausbauziele.“

