Die Osnabrücker Pflegewissenschaftlerin Prof. em. Dr. Doris Schiemann ist mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand im historischen Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses statt, überreicht wurde sie von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter im Auftrag des Bundespräsidenten.
Auszeichnung für Lebenswerk in der Pflegewissenschaft
Prof. em. Dr. Doris Schiemann hat am 17. September das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Die hohe staatliche Auszeichnung würdigt ihre herausragenden Verdienste um die Akademisierung und Qualitätsentwicklung der Pflege in Deutschland.
Die Übergabe fand im historischen Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses statt – einem Ort mit besonderer Symbolkraft, an dem einst der Westfälische Frieden verhandelt wurde. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter überreichte die Ordensinsignien sowie die Verleihungsurkunde im Namen des Bundespräsidenten.
Pionierin der Pflegewissenschaft
Mit der Ehrung würdigt die Bundesrepublik das Lebenswerk einer Wissenschaftlerin, die sich über Jahrzehnte für die Professionalisierung des Pflegeberufs eingesetzt hat. Schiemann gilt als eine der prägenden Persönlichkeiten, die dazu beigetragen haben, die Pflege in Deutschland als eigenständige akademische Disziplin zu etablieren.
Ihre Arbeit hatte maßgeblichen Einfluss auf die Qualitätsentwicklung in der Pflegepraxis und trug dazu bei, wissenschaftliche Standards in einem Berufsfeld zu verankern, das lange primär praktisch und weniger akademisch geprägt war.
Bedeutung für den Standort Osnabrück
Die Verleihung im Osnabrücker Rathaus unterstreicht auch die Bedeutung der Stadt als Standort für Pflegeforschung und -bildung. Mit der Auszeichnung wird zugleich sichtbar, welchen Stellenwert die akademische Pflegeausbildung mittlerweile im deutschen Gesundheitssystem einnimmt – ein Wandel, an dem Schiemann über viele Jahre aktiv mitgewirkt hat.

