Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Steinfeld (Landkreis Vechta) hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. September 2026, über mehrere Bebauungspläne und Investitionen entschieden.
„La Baracca“ bleibt – neue Bauleitplanung für die Münsterlandstraße
Mit der Außenbereichssatzung „Münsterlandstraße“ schafft die Gemeinde die planungsrechtliche Grundlage, um die bestehende gastronomische Nutzung „La Baracca“ der Familie Schockemöhle dauerhaft zu sichern. Die Planung bezieht zudem den nördlich angrenzenden Bereich entlang der Münsterlandstraße ein, um vorhandene Baulücken zu schließen und eine zusammenhängende Entwicklung zu ermöglichen.
Neue Gewerbeflächen und ein Radweg an der B 214
Mit dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 96 „Gewerbegebiet Mühlen X“ schafft die Gemeinde die Grundlage für eine neue Betriebs- und Lagerhalle. Der Bebauungsplan Nr. 92 „Am Hövel“ liegt nun öffentlich aus, in den Gewerbegebieten „Handorfer Straße I“ und „Handorfer Straße II“ verlängert beziehungsweise ergänzt die Gemeinde die Erschließungsstraßen, um rückwärtige Gewerbeflächen zu erschließen. Für den Straßenendausbau „Jacobsgrund“ (Bebauungsplan Nr. 89 „In der Marsch“) ist die Ausschreibung noch in diesem Jahr vorgesehen. Außerdem plant die Gemeinde einen Geh- und Radweg von der B 214 bis zum Ostring – Kosten: rund 350.000 Euro.
Starkregenvorsorge, Kläranlage und weitere Zuschüsse
Für ein Starkregenvorsorgekonzept vergibt die Gemeinde einen Auftrag zum Angebotspreis von rund 54.950 Euro, vorbehaltlich der Prüfung durch das Rechnungsprüfungsamt. 80 Prozent der Kosten, maximal 120.000 Euro, trägt ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen. Für die Kläranlage stimmte der Ausschuss Nachträgen zur Erweiterung zu; zusätzlich schafft das Klärwerk zwei stationäre Probenehmer zur Überwachung der Abwasserqualität für insgesamt 18.400 Euro an. Für die Sanierung der Dachträger der Sporthalle Mühlen investiert die Gemeinde im kommenden Jahr 145.000 Euro. Der Reit- und Fahrverein Steinfeld-Mühlen erhält einen Zuschuss von bis zu 20 Prozent der nachgewiesenen Kosten für einen neuen Reithallenboden, die DPSG Steinfeld bekommt die Reparaturkosten für ihren Aufsitzrasenmäher in Höhe von 760,83 Euro erstattet. Zudem soll mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde eine Vereinbarung über den Betrieb des Evangelischen Friedhofs als öffentlicher Friedhof verhandelt werden; eine mögliche Fehlbetragsfinanzierung begrenzt die Gemeinde dabei auf 5.000 Euro.
„Mit den Beschlüssen bringen wir konkrete Vorhaben voran, die für unsere Bürgerinnen und Bürger und für die Entwicklung unserer Gemeinde wichtig sind“, erklärt Bürgermeister Sebastian Gehrold.

