Das Stadtarchiv Münster widmet sich in einem Themenabend dem Maler Caspar Goerke, der 1885 überraschend Mitglied der Geographischen Gesellschaft wurde. Referent Hans-Peter Boer beleuchtet am 24. September die bisher kaum erforschten Spuren, die Goerke im Münsterland hinterlassen hat.
Ungewöhnliche Aufnahme in die Geographische Gesellschaft
Als die Geographische Gesellschaft 1885 in Münster gegründet wurde, sorgte eine Personalie für Aufsehen: Der Maler Caspar Goerke wurde in die Reihen der Gesellschaft aufgenommen – ein für die Zeit unüblicher Schritt, da Geographen und Künstler selten gemeinsame Wege gingen. Das Stadtarchiv Münster nimmt diesen Vorgang nun zum Anlass für einen Themenabend, der die Hintergründe und Folgen dieser Verbindung aufarbeitet.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 24. September, ab 18 Uhr im Stadtarchiv An den Speichern 8 statt. Im Mittelpunkt steht Caspar Goerke, der von 1821 bis 1896 lebte und dessen Wirken bislang nur wenig erforscht ist. Der Themenabend soll dazu beitragen, mehr Licht auf das Leben und Werk des Malers zu bringen.
Referent Hans-Peter Boer beleuchtet Goerkes Spuren im Münsterland
Als Referent tritt Hans-Peter Boer auf, der langjährig als Kulturdezernent bei der Bezirksregierung Münster tätig war. Boer wird sich in seinem Vortrag den Spuren widmen, die Goerke im Münsterland hinterlassen hat – sowohl als Maler als auch durch seine ungewöhnliche Verbindung zur damals jungen geographischen Wissenschaft.
Der Themenabend bietet Interessierten die Möglichkeit, mehr über eine bislang wenig beachtete Figur der münsterschen Kulturgeschichte zu erfahren. Die Veranstaltung im Stadtarchiv richtet sich an alle, die sich für Regionalgeschichte, Kunst und die Entwicklung wissenschaftlicher Gesellschaften im 19. Jahrhundert interessieren.

