Monate nach dem Fund einer scharfen Handgranate unter einem Auto in Löningen hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 53-Jährige aus Meppen soll die Sprengfalle im Carport eines Nachbarn platziert haben. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus.
Sprengfalle im Carport entdeckt
Am 22. März 2026 hatte ein Anwohner der Bremer Straße in Löningen einen verdächtigen Gegenstand unter einem geparkten PKW gefunden. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine intakte Handgranate, die als Sprengfalle unter dem Fahrzeug angebracht worden war. Der Fund sorgte damals für einen größeren Polizeieinsatz vor Ort.
Nach monatelangen Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta nahmen Beamte am Montag, dem 21. September 2026, einen 53-jährigen Mann aus Meppen vorläufig fest. Ihm wird vorgeworfen, die Sprengfalle in einem Carport an der Bremer Straße platziert zu haben.
Ermittlungen wegen versuchten Mordes
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat gegen den Beschuldigten Strafverfahren wegen versuchten Mordes, Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie Vorbereitung eines Sprengstoffverbrechens eingeleitet. Nach bisherigem Ermittlungsstand gehen die Behörden von einer Beziehungstat aus – die Hintergründe der Tat liegen demnach im persönlichen Umfeld des Verdächtigen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg und nach Beschluss des Amtsgerichts Oldenburg durchsuchten Einsatzkräfte der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen in den frühen Morgenstunden die Wohnanschrift des Beschuldigten. Ziel der Maßnahme war die Sicherstellung weiterer Beweismittel. Die Auswertung der bei der Durchsuchung gefundenen Gegenstände dauert derzeit noch an.
Großeinsatz mit mehreren Behörden
An dem Einsatz waren neben der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta auch Beamtinnen und Beamte der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück sowie Diensthundeführende der Polizeidirektion Osnabrück beteiligt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte wieder auf freien Fuß entlassen. Ob und wann Anklage erhoben wird, ist derzeit noch offen.

