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Beteiligte am Projekt vor dem versetzten Kriegerdenkmal am Rathaus in Vechta

Kriegerdenkmal Vechta steht jetzt vor dem Rathaus: Einweihung am Volkstrauertag, 15. November

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Das Kriegerdenkmal in Vechta hat einen neuen Platz: Es steht jetzt vor dem Rathaus. Am Volkstrauertag, Sonntag, 15. November 2026, wird das mehr als 100 Jahre alte Mahnmal bei der Gedenkstunde um 10 Uhr neu eingeweiht. Die Öffentlichkeit ist eingeladen.

Vom Kirchplatz an der Großen Straße zum Rathausplatz

Bisher stand das Denkmal an der Wand der Propsteikirche St. Georg an der viel befahrenen Großen Straße. Im August 2026 baute die Cloppenburger Firma Dierkes die hohle Steinkonstruktion ab. Steinmetz Martin Wichmann reinigte und restaurierte das Denkmal unter den Auflagen des Denkmalschutzes, die Stadt hatte zuvor die nötigen Genehmigungen eingeholt. Nach dem Wiederaufbau gestaltete der Bauhof der Stadt das Umfeld neu.

Ziel sei gewesen, einen neuen, würdevollen Ort zu finden, sagte Bürgermeister Kristian Kater. Das Denkmal gehört formal der Stadt, die deshalb auch die Kosten der Versetzung trägt. Die LzO-Stiftung unterstützte das Projekt mit 7.000 Euro. Herbert Fischer, Leiter der Kultur-Stabsstelle, zeigte sich zufrieden, dass der Zeitplan bis zum Volkstrauertag gehalten werden konnte.

Gedenkstunde jetzt am neuen Standort

Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag fand jahrzehntelang auf dem Platz an der Propsteikirche statt. Künftig ist der Rathausplatz der Ort für das jährliche Gedenken. Organisiert wird es vom Volksbund, örtlich verantwortlich ist die Schützenbruderschaft Hagen. Schirmherr der Gedenkstunde ist Philip Wilming.

Ein Denkmal, über das Vechta von Anfang an stritt

Den Anstoß gab 1920 der Verein der Kriegsgeschädigten und Kriegsteilnehmer. Anders als in vielen Nachbargemeinden war ein steinernes Monument im ländlich-katholischen Vechta umstritten, auch über die Entwürfe wurde gestritten. Schließlich stellte die Kirche ein Grundstück auf dem Kirchhof an der Großen Straße zur Verfügung. Gebaut wurde nach dem Entwurf eines Berliner Künstlers, auf dem Sockel stehen die Namen von fast 200 gefallenen Vechtaern.

Die Figur aus Muschelkalk zeigt einen knienden Soldaten mit abgenommenem Helm. Sie steht für Trauer und Demut statt Heldenverehrung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Inschrift ergänzt. 1972 musste das Denkmal für den Ausbau der damaligen Ortsdurchfahrt der B 69 rund 20 Meter zurückweichen und stand seitdem an der Kirchenwand. Weil der Kriegerverein längst nicht mehr besteht, ging es in das Eigentum der Stadt über.

Alle Infos und Termin im Veranstaltungskalender: Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Vechta

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