Mehr Bushaltestellen und bessere Verbindungen, zusätzliche Wasserspender für Menschen und Tiere, ein Jugendzentrum mit längeren Öffnungszeiten und mehr Angeboten: Mit diesen und weiteren Ideen haben sich rund 80 Schülerinnen und Schüler der Realschule Möörkenschule am Freitag, 6. November 2026, im Festsaal des Leeraner Rathauses an die Stadtpolitik gewandt. In einer nachgestellten Ratssitzung stimmten sie über insgesamt 11 Anträge ab.
3 Tage Politik zum Ausprobieren
Die Sitzung war der Abschluss des dreitägigen Planspiels „Pimp your town“. Die Klassen 9a, 9b und 9c bildeten je eine Fraktion und hatten ihre Anträge zuvor in drei Ausschüssen erarbeitet: Energie, Umwelt, Klima und Verkehr, dann Soziales, Kinder, Jugend und Sport sowie Stadtentwicklung, Wirtschaft, Tourismus und Kultur. Dabei standen ihnen mehrere echte Ratsmitglieder zur Seite. Die Klasse 10a arbeitete als Presseteam, fotografierte, führte Interviews und drehte einen Film.

Die meisten Anträge kamen durch
Geleitet wurde die Sitzung von Stadtbaurat Jens Lüning. Nach teils langen Diskussionen fand die Mehrheit der Anträge eine Mehrheit. Die Beschlüsse gehen nun an die echten Ratsfraktionen, die daraus eigene Anträge machen können. Organisiert hatten das Planspiel der gemeinnützige Verein „Politik zum Anfassen“ und die Fachstelle Kinder, Jugend und Gemeinwesenarbeit der Stadt Leer.

Dass daraus etwas werden kann, zeigt der Julianenpark
Ganz folgenlos bleiben solche Ideen nicht: Der Jugendplatz, der derzeit im Julianenpark gebaut wird, geht auf das Planspiel „Pimp your town“ aus dem Jahr 2023 zurück.

