Rund 30 weibliche Führungskräfte und Unternehmerinnen trafen sich im HIIVE-Hotel in Oldenburg zum zweiten gemeinsamen Mittagsformat der Business Women der IHK Oldenburg und der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO), um sich über die Gestaltung des digitalen Wandels auszutauschen. Den inhaltlichen Impuls setzte ein Fachvortrag von Dr. Elisabeth Rohwer von der Universität Bremen, Nominierte für den Helene-Lange-Preis 2026 der EWE-Stiftung und des OFFIS-Instituts für Informatik.
Der menschliche Faktor beim digitalen Wandel
Unter dem Titel „Aufbruch ins Unbekannte, wie Menschen mit digitalem Wandel umgehen“ machte Dr. Rohwer deutlich, dass Unternehmen bei der Einführung neuer digitaler Arbeitsprozesse die unterschiedlichen Vorerfahrungen, Ängste und Erwartungen der Beschäftigten berücksichtigen müssten. Die digitale Arbeitswelt, insbesondere die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz, sorge für Enthusiasmus, aber auch Verunsicherung. Wie eine neue Technologie eingeführt werde und wie Features und Design gestaltet seien, beeinflusse, ob Menschen sie annehmen oder ablehnen.
Frauen zurückhaltender bei digitalen Lösungen
IHK-Vollversammlungsmitglied und Moderatorin Andrea Maria Waden ergänzte: „Frauen schätzen ihre eigenen digitalen Vorkenntnisse oft geringer ein, sind skeptischer und zeigen ein stärkeres Risikobewusstsein. Sie sind in der Akzeptanz und Mitgestaltung digitaler Lösungen zurückhaltender als Männer. Umso wichtiger ist es, dass wir in unseren Unternehmen den Umgang mit KI gezielt und gemeinsam weiterentwickeln.“
Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
Dr. Stefanie Abke, Vorsitzende der Universitätsgesellschaft, betonte den Wert des informellen Austauschs zwischen Wirtschaft und Wissenschaft: „Mit einem Format speziell für Frauen widmen wir uns außerdem einer überaus relevanten Zielgruppe, die wir gemeinsam noch stärker in den öffentlichen Fokus rücken möchten. Denn viele Frauen gestalten den digitalen Wandel in ihren jeweiligen beruflichen Rollen aktiv mit und setzen wegweisende Akzente.“

