Anzeige
Img728x90 neue standardbanner new tde 1742992361697

Fachkräftemangel: Einwanderer in Mangelberufen zentral

Anzeige
Westenergie AG

Ob am Herd, auf dem Bau oder hinter dem Steuer von Bus und Bahn: Menschen mit Einwanderungsgeschichte stützen in Deutschland viele Berufe, in denen Fachkräfte fehlen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2025.

Mehr als jeder zweite Koch mit Einwanderungsgeschichte

In der Gastronomie zeigt sich die Entwicklung besonders deutlich: 56 Prozent der Köchinnen und Köche in Deutschland hatten im Jahr 2025 eine Einwanderungsgeschichte. Damit liegt der Anteil in diesem Berufsfeld mehr als doppelt so hoch wie im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt, der bei 27 Prozent aller abhängig Beschäftigten liegt.

Auch in weiteren handwerklich geprägten Berufen ist der Anteil hoch: In der Lebensmittelherstellung sind es 55 Prozent, bei der Bodenverlegung 54 Prozent, im Gerüstbau 51 Prozent und in der Fleischverarbeitung ebenfalls 51 Prozent. Diese Zahlen stammen aus einer Auswertung des Statistischen Bundesamts (Destatis), die auf der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit basiert.

Auch im Nahverkehr und Servicebereich stark vertreten

Nicht nur im produzierenden Gewerbe, auch im Dienstleistungsbereich zeigt sich das Muster: Unter den Fahrerinnen und Fahrern von Bussen und Straßenbahnen liegt der Anteil bei 47 Prozent. Denselben Wert erreichen Servicekräfte in der Gastronomie. Diese Berufe zählen laut der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit zu jenen, in denen bereits ein Fachkräftemangel besteht oder sich abzeichnet.

Als Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte gelten dabei Personen, die selbst oder deren Eltern seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Diese Definition erfasst damit sowohl direkt Zugewanderte als auch deren in Deutschland geborene Kinder.

Was die Zahlen für den Arbeitsmarkt bedeuten

Die Daten verdeutlichen, wie stark der deutsche Arbeitsmarkt in bestimmten Bereichen bereits heute auf Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte angewiesen ist. Gerade in Berufen mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten oder unregelmäßigen Arbeitszeiten – etwa in der Gastronomie, im Bauwesen oder im öffentlichen Nahverkehr – tragen sie überproportional zur Fachkräftesicherung bei.

Angesichts des demografischen Wandels und des bereits spürbaren Fachkräftemangels in vielen Branchen dürfte die Bedeutung dieser Beschäftigtengruppe in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Die Bundesagentur für Arbeit aktualisiert ihre Engpassanalyse regelmäßig, um Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt frühzeitig zu erfassen.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel