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Leerer Klassenraum mit Tischen und Stühlen vor großen Fenstern

Bildungscampus Dülmen: Kosten verdoppeln sich auf fast 96 Millionen Euro

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Der geplante Bildungscampus an der Berningheide in Dülmen wird erheblich teurer als gedacht. Nach einer neuen Wirtschaftlichkeitsanalyse der DKC Kommunalberatung müsste die Stadt mit Investitionskosten von knapp 96 Millionen Euro rechnen. Die Machbarkeitsstudie von 2020 war noch von rund 45 Millionen Euro ausgegangen. Die Zahlen wurden am Donnerstag, 1. Oktober 2026, im Ausschuss für Schule und Bildung vorgestellt.

„Massive Zäsur“

„Diese Zahlen stellen eine massive Zäsur dar und zwingen uns nun, das Gesamtvorhaben noch einmal zu überdenken und abzuwägen“, sagte Bürgermeister Carsten Hövekamp. Die Verdopplung der Kosten bei gleichzeitig deutlich schlechterer Haushaltslage mache ein „Weiter so“ aus Sicht der Verwaltung unmöglich. Dülmen befindet sich seit 2024 in der Haushaltssicherung, die Investitionen nur eingeschränkt zulässt. Zuletzt hatte die Stadt die Haushaltsberatungen auf Dezember verschoben.

Auch die Sanierung würde teurer

Auf dem Campus sollten die Hermann-Leeser-Realschule und die Kardinal-von-Galen-Schule gemeinsam neu gebaut werden, der Kreis Coesfeld plant dort zudem seine beiden Dülmener Förderschulen. Als Alternative hat die Analyse eine umfassende Modernisierung der bestehenden Schulgebäude durchgerechnet. Auch diese Variante kostet inzwischen rund 66 Millionen Euro, 14 Millionen mehr als bei früheren Berechnungen. Beide Varianten sind nach Einschätzung der Verwaltung ohne zusätzliche Fördermittel aus eigener Kraft kaum zu stemmen.

Als Gründe für die Kostensteigerung nennt die Stadt die stark gestiegenen Bau- und Zinskosten sowie die Ausweitung des Projekts um weitere Bildungspartner. Hinzu kommen in den kommenden Jahren laufende Kosten für Unterhalt, Betrieb und Zinsen.

Sinkende Schülerzahlen

Im Ausschuss wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Schülerzahlen derzeit zurückgehen und auch die Prognosen für die nächsten Jahre einen Rückgang erwarten lassen. Damit stellt sich die Frage, in welchem Umfang die ursprünglich geplanten Investitionen überhaupt noch nötig sind.

Wie es weitergeht

Die Stadt will sich mit dem Kreis Coesfeld abstimmen. Politisch beraten wird das weitere Vorgehen im Hauptausschuss am Dienstag, 13. Oktober, und in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 15. Oktober 2026.

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