In Coesfeld kümmert sich seit dem 1. Oktober 2026 ein neuer Träger um die Geflüchteten in den städtischen Unterkünften. Das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster hat eine europaweite Ausschreibung der Stadt gewonnen und löst damit nach rund elf Jahren den bisherigen Anbieter ab.
Vier Stellen für rund 50 Unterkünfte
Derzeit wohnen etwa 600 Menschen in rund 50 Unterkünften, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. Für ihre Betreuung sind vier Vollzeitstellen vorgesehen, rechnerisch kommen damit etwa 150 Bewohner auf eine Stelle. Die Beratung soll überwiegend direkt in den Unterkünften stattfinden.
Vom Behördengang bis zur Wohnungssuche
Die Sozialarbeiter helfen beim Ankommen und im Alltag und vermitteln an Behörden, Beratungsstellen, Schulen, Kitas und Sprachkurse. Sie schlichten außerdem Konflikte in den Unterkünften und unterstützen bei der Suche nach einer eigenen Wohnung.
„Uns ist wichtig, dass die soziale Betreuung auch beim Wechsel des Anbieters verlässlich fortgeführt wird“, sagt Michael Vogt, Leiter des Fachbereichs Soziales und Wohnen. Die Bewohner sollen weiterhin feste Ansprechpersonen haben. Kolping soll eng mit der Stadt und den bestehenden Beratungsangeboten zusammenarbeiten.

