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Krankheitskosten 2024 steigen um 7,6 Prozent

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Krankheiten haben die deutsche Gesellschaft im Jahr 2024 so teuer wie nie zuvor gemacht. Das Statistische Bundesamt beziffert die direkten Krankheitskosten auf 528,5 Milliarden Euro – ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich zeigen sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Kosten pro Kopf steigen deutlich

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland haben 2024 einen neuen Rekordwert erreicht. Laut Destatis verursachten Krankheiten und Gesundheitsprobleme direkte Kosten von 528,5 Milliarden Euro – 37,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Auch pro Kopf gerechnet schlägt sich der Anstieg nieder: Im Schnitt kostete jede Bürgerin und jeder Bürger das Gesundheitssystem 6.330 Euro, 430 Euro mehr als noch 2023. Das entspricht einem Plus von 7,3 Prozent.

Zu den direkten Krankheitskosten zählen alle Ausgaben, die unmittelbar mit medizinischen Behandlungen, Prävention, Rehabilitation oder Pflege zusammenhängen. Nicht erfasst sind dagegen indirekte volkswirtschaftliche Folgen wie Produktionsausfälle durch Krankschreibungen. Die tatsächliche wirtschaftliche Belastung dürfte demnach noch höher liegen.

Frauen verursachen höhere Kosten als Männer

Die Statistik zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei Frauen lagen die Pro-Kopf-Kosten 2024 bei 6.960 Euro und damit um 1.280 Euro oder 22,5 Prozent höher als bei Männern, für die durchschnittlich 5.680 Euro anfielen. Die Gründe dafür liegen auch in unterschiedlichen Krankheitsbildern, die besonders häufig und kostenintensiv behandelt werden mussten.

Psychische Erkrankungen und Herzprobleme im Fokus

Bei Frauen verursachten psychische und Verhaltensstörungen die höchsten Kosten. Dazu zählen laut Statistik auch Demenzerkrankungen. Im Schnitt entfielen auf diese Krankheitsgruppe 990 Euro pro Kopf. Bei Männern hingegen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit durchschnittlich 860 Euro die teuerste Krankheitsgruppe.

Die Zahlen verdeutlichen, wie unterschiedlich sich Krankheitslasten zwischen den Geschlechtern verteilen – und wie stark die Gesundheitskosten insgesamt in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Für das Gesundheitssystem und die Sozialversicherungen bedeutet dieser Trend eine wachsende finanzielle Belastung, die sich perspektivisch auch auf Beitragssätze und Versorgungsstrukturen auswirken könnte.

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