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Miguel Oliveira in Schräglage auf der BMW M 1000 RR des ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Teams in Estoril

WorldSBK in Estoril: Oliveira zweimal Vierter beim Heimspiel, BMW knapp am Podium vorbei

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Beim vorletzten Lauf der Superbike-Weltmeisterschaft 2026 im portugiesischen Estoril ist Miguel Oliveira mit seiner BMW M 1000 RR wieder in Reichweite des Podiums gefahren. Der Portugiese wurde vor heimischem Publikum zweimal Vierter, im Superpole Race fehlten ihm am Sonntag, 11. Oktober, nur 0,14 Sekunden auf Rang drei. Für das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team war es nach Portimão das zweitbeste Wochenende der Saison.

Eine Kurve mit seinem Namen

Schon vor dem ersten Training stand Oliveira im Mittelpunkt. Am Donnerstag, 8. Oktober, führte er nach einem Fan-Treffen im nahen Sintra einen Korso von mehr als 1.000 Motorrädern zum Circuito Estoril. Dort wurde Kurve sieben nach ihm benannt, sie trägt jetzt den Namen „Miguel-Oliveira-Kurve“. Am Rennwochenende verfolgten mehr als 36.000 Zuschauer die Läufe.

Zehntelsekunden entschieden

Sportlich lief es für Oliveira so konstant wie lange nicht. Nach Platz vier im freien Training am Freitag qualifizierte er sich am Samstag in der Superpole als Fünfter, 0,12 Sekunden hinter Startplatz drei. Im ersten Hauptrennen am Samstag kam er als Vierter ins Ziel, 1,8 Sekunden hinter dem Drittplatzierten Alberto Surra (Ducati).

Im Superpole Race über zehn Runden schob er sich nach dem Start in die Top drei und kämpfte bis zur letzten Kurve um das Podium. Erneut fehlte am Ende eine Zehntelsekunde. Im zweiten Hauptrennen am Sonntagnachmittag geriet er in der zweiten Runde von der Ideallinie, fiel auf Platz zwölf zurück und arbeitete sich noch bis auf Rang acht vor.

BMW-Motorsporttechnikchef Christian Gonschor sieht darin die Fortsetzung der Trendwende, die zwei Wochen zuvor in Cremona eingesetzt habe. Oliveira sei wieder dort, wo er vor seiner Verletzung in Ungarn gewesen sei. Der Fahrer selbst sprach von einer soliden Leistung, die Niederlage im Superpole Race schmerze aber.

Petrucci ohne Punkte

Teamkollege Danilo Petrucci erlebte ein schwieriges Wochenende. Von Startplatz 14 aus kam er in den drei Rennen nicht nach vorn und wurde 18., 16. und 16. Im ersten Lauf musste er einem anderen Fahrer ausweichen und verließ die Strecke, am Sonntag führten Abstimmungstests nicht zum gewünschten Ergebnis.

Bulega dominiert, Titel entschieden

An der Spitze ließ Nicolò Bulega (Aruba.it Racing Ducati) keine Zweifel. Er gewann alle drei Rennen und fuhr in Rennen eins und im Superpole Race neue Rundenrekorde. In der WM-Wertung führt er mit 664 Punkten, 146 Zähler vor seinem Teamkollegen Iker Lecuona. Beim Finale sind höchstens noch 62 Punkte zu holen, damit ist Bulega rechnerisch nicht mehr einzuholen. Oliveira liegt mit 136 Punkten auf Rang elf, Petrucci mit 61 Punkten auf Rang 17. In der Herstellerwertung ist BMW mit 178 Punkten Dritter, nur drei Zähler vor Yamaha.

Finale in Jerez

Die Saison endet bereits am kommenden Wochenende, vom 16. bis 18. Oktober, in Jerez de la Frontera in Spanien. Für Petrucci sind es die letzten Rennen im WorldSBK-Team von BMW, ab 2027 fährt dort Brad Binder an seiner Stelle.

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