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Dr. Wolfgang Hagemann und Heinz Rolfes mit ihren Ehefrauen und Landrat Marc-André Burgdorf bei der Verleihung der Emsland-Medaille im Schloss Clemenswerth

Emsland-Medaille für Heinz Rolfes und Dr. Wolfgang Hagemann

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Der Landkreis Emsland hat zwei weitere Persönlichkeiten für außergewöhnliche Verdienste ausgezeichnet: Der frühere Landtagsabgeordnete Heinz Rolfes und der Notfallmediziner Dr. Wolfgang Hagemann tragen jetzt die Emsland-Medaille. Landrat Marc-André Burgdorf überreichte sie bei einer Feierstunde mit rund 70 Gästen im Schloss Clemenswerth in Sögel.

Rolfes: Hochschule Lingen und Gedenkstätte Esterwegen

Heinz Rolfes hat die Politik im Emsland über Jahrzehnte mitgeprägt, im Rat der Stadt Lingen (Ems), im Kreistag und als Landtagsabgeordneter in Hannover. Von 1996 bis 2016 war er stellvertretender Landrat. In seiner Laudatio hob Burgdorf vor allem zwei Projekte hervor, für die sich Rolfes stark gemacht hat: den Aufbau des Hochschulstandorts Lingen und die Einrichtung der Gedenkstätte Esterwegen. Dazu kommt sein soziales und kirchliches Engagement, unter anderem beim SKM Lingen, im Freiwilligen-Zentrum Lingen und im Kuratorium der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft.

In seinem Dank erinnerte Rolfes daran, wie lange der Weg zur Hochschule und wie schwierig der zur Gedenkstätte war. Er warb dafür, in der Politik immer im Gespräch zu bleiben. „Gegensätze in der Politik sind gut für die Demokratie“, sagte er. Aus der Reibung entstünden neue Ideen.

Hagemann: Mobile Retter und Impfkampagne

Dr. Wolfgang Hagemann wird für seine Arbeit im Rettungsdienst, in der Notfallversorgung und im Bevölkerungsschutz geehrt. Als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst baute er die Leitende Notarztgruppe auf und führte in der Leitstelle Ems-Vechte die standardisierte Notrufabfrage ein. Auf ihn geht auch das System „Mobile Retter“ zurück, bei dem geschulte Ersthelfer in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim alarmiert werden. In der Corona-Pandemie leitete er medizinisch die kreisweite Impfkampagne mit Impfzentren und mobilen Teams. Daneben war er 30 Jahre als niedergelassener Arzt tätig.

Hagemann sah die Medaille als Anerkennung für alle Beteiligten. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, Ärzte seien eine besondere Spezies, Verwaltungsleute allerdings auch.

Höchstens 22 lebende Träger

Die Emsland-Medaille gibt es seit 1987, sie wurde seitdem 40 Mal vergeben. Gleichzeitig dürfen höchstens 22 lebende Personen sie tragen, mit Rolfes und Hagemann sind es derzeit 20. Musikalisch begleiteten die Geschwister Elvira, Violetta und Jasmin Gramajo von der Musikschule des Emslandes die Feier an der Violine.

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