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Eine Beregnungsanlage versprüht Wasser über einem bestellten Feld im Morgenlicht

Niedersachsen fördert Wasserspeicher für die Feldberegnung mit 100 Millionen Euro

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Beregnungsverbände, Wasser- und Bodenverbände und Kommunen in Niedersachsen können ab sofort Fördergeld für Wasserspeicher und Bewässerungsanlagen beantragen. Das Landwirtschaftsministerium hat dafür eine neue Richtlinie erlassen und stellt insgesamt 100 Millionen Euro bereit. Ziel ist, weniger Grundwasser für die Beregnung von Äckern und Gartenbaukulturen zu verbrauchen. Die erste Antragsfrist endet am 31. Januar 2027.

Was gefördert wird

Gefördert werden Vorhaben, die über einen einzelnen Betrieb hinausgehen und mindestens 50.000 Euro kosten. Dazu gehören Speicherbecken für Bewässerungswasser mitsamt Pumpen und Leitungen, Anlagen, die unbedenkliches Oberflächen-, Prozess- oder Kühlwasser in Bewässerungs- und Verrieselungsgebiete leiten, sowie Technik, die bestehende Bewässerung sparsamer, vernetzter oder digitaler macht. Auch Anlagen zur Erzeugung und Speicherung von Energie für den Betrieb sind förderfähig.

Nicht bezuschusst werden Personal- und Verwaltungskosten, Brunnen und Maschinen, die direkt beregnen. Das Land übernimmt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens 15 Millionen Euro pro Vorhaben.

Wer Anträge stellen kann

Antragsberechtigt sind Kommunen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie private Organisationen, wenn sie überwiegend kommunale oder Landesaufgaben erfüllen. Auch Zusammenschlüsse sind möglich. Die Vorhaben dürfen noch nicht begonnen haben und müssen einen wasserwirtschaftlichen Nutzen bringen. Wer ein Speicherbecken baut, muss zusätzlich etwas für die Artenvielfalt tun.

Zuständig ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Informationen zur Antragstellung gibt es unter agrarfoerderung-niedersachsen.de. Ein zweiter Antragszeitraum ist für das erste Halbjahr 2027 angekündigt.

Warum das Land jetzt investiert

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) verweist auf vier extreme Trockenjahre seit 2018 und einen erneut trockenen Sommer, der in Regionen ohne Beregnung zu Ernteausfällen geführt habe. Speicherbecken könnten Wasser auffangen, das sonst ungenutzt in die Nordsee fließe, etwa bei Winterhochwasser oder als Prozesswasser aus der Lebensmittelindustrie. Das Geld stammt aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes.

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