Die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld müssen sich 2027 auf höhere Zahlungen an den Kreis einstellen. Nach bisherigem Stand steigt ihre Zahllast gegenüber 2026 um rund 9,75 Millionen Euro. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Kämmerer Dr. Linus Tepe bringen den Haushaltsentwurf am Mittwoch, 4. November 2026, in den Kreistag ein, beschlossen werden soll er am 9. Dezember.
Woher die Mehrkosten kommen
Neben Tariferhöhungen beim Personal nennt der Kreis höhere Zahlungen an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (rund 3,71 Millionen Euro), steigende Kosten bei Sozialem und Jobcenter (2,2 Millionen Euro) sowie wegfallende Fördermittel für den Nahverkehr (rund 1 Million Euro) und aus dem Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst (1,7 Millionen Euro). Die Belastung liege damit trotzdem unter dem, was die mittelfristige Finanzplanung vorhergesagt habe und womit die Kommunen gerechnet hätten.
Antwort auf Kritik der Bürgermeister
Das Statement ist die Reaktion des Kreises auf eine Stellungnahme der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zum Eckdatenpapier. Der Landrat verweist darauf, dass der Kreis in den vergangenen Jahren rund 23 Millionen Euro an die Kommunen zurückgegeben habe, während deren Eigenkapital vielerorts gewachsen sei. Das Grundproblem der kommunalen Finanzierung müsse das Land lösen. Vorschläge der Bürgermeister wie mehr Zusammenarbeit beim Klimaschutz wolle der Kreis aufgreifen, erwarte dann aber auch entsprechende Ratsbeschlüsse in den Kommunen.
Beim eigenen Personal will der Kreis 2027 keine zusätzlichen, nicht refinanzierten Stellen schaffen. Außerdem hat er Ausgaben in Teilbereichen gesperrt und frei werdende Stellen vorerst nicht neu besetzt.

