Im Kreis Coesfeld wird kein Endlager für hochradioaktive Abfälle gesucht. Nach dem Arbeitsstand, den die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Dienstag, 27. Oktober 2026, veröffentlicht hat, ist das gesamte Kreisgebiet in die Kategorien C (geringe Eignung) oder D (ungeeignet) eingestuft. Damit gehört es nicht zu den Flächen, die weiter untersucht werden.
Suche auf unter fünf Prozent der Fläche eingegrenzt
Als die BGE 2020 die Teilgebiete vorstellte, lagen noch rund 54 Prozent der Fläche Deutschlands im Suchraum. Inzwischen werden weniger als fünf Prozent vertieft betrachtet. Bewertet wird anhand vorhandener geologischer Daten und vorläufiger Sicherheitsuntersuchungen.
Wie es weitergeht
Bis Ende 2027 will die BGE Standortregionen vorschlagen, die übertägig erkundet werden sollen. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung prüft den Vorschlag, entscheiden muss der Bundestag. Der Kreis Coesfeld will das Verfahren weiter beobachten. Wie die Gebiete in der eigenen Umgebung eingestuft sind, zeigt der Endlagersuche-Navigator auf www.bge.de.
Anders sieht es in Niedersachsen aus: Im Emsland bleiben vier Gebiete im Verfahren, im Landkreis Osnabrück wird ein Streifen zwischen Wittlage und Fürstenau weiter geprüft.

