Der Niedersächsische Tierschutzplan besteht seit 15 Jahren. In dem Gremium arbeiten Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Tierschutzorganisationen, Kirche und Verwaltung daran, den Tierschutz in der Nutztierhaltung zu verbessern. Ziel sind Lösungen, die gesellschaftlich akzeptiert, für die Betriebe wirtschaftlich tragbar und in der Praxis umsetzbar sind. Das teilt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) mit.
Diese Ergebnisse nennt das Ministerium
Nach Angaben des ML hat der Tierschutzplan in den vergangenen Jahren mehrere Veränderungen angestoßen. Genannt werden das Ende des Schnabelkürzens und Standards für die Freilandhaltung bei Legehennen, ein Ratgeber gegen Schwanzbeißen bei Schweinen sowie der Ausstieg aus der Anbindehaltung von Rindern. Es handelt sich dabei um die Bewertung des Ministeriums.
Leitungsausschuss unter Vorsitz der Staatssekretärin
Den Leitungsausschuss leitet Agrarstaatssekretärin Frauke Patzke. Sie würdigte die bisherige Arbeit: „Der Tierschutzplan zeigt, dass konkrete Verbesserungen für die Tiere am besten gelingen, wenn alle relevanten Akteure an einem Tisch sitzen und gemeinsam Lösungen erarbeiten.“
Der Leitungsausschuss ist das übergeordnete Gremium des Plans. Darunter arbeiten sieben tierartspezifische und fünf tierartübergreifende Facharbeitsgruppen. Beratend mit dabei sind Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Tierschutzbeirats Niedersachsen, und Dr. Julia Pfeiffer-Schlichting, Landesbeauftragte für den Tierschutz.
Woran die Facharbeitsgruppen aktuell arbeiten
Zu den aktuellen Themen der Facharbeitsgruppen zählen der Verzicht auf das Kupieren der Schwänze bei Schweinen und die Gruppenhaltung von Sauen. Hinzu kommt der tierschutzgerechte Umgang mit Geflügel beim Fangen, Verladen und Transport. Ein weiteres Thema ist die Zukunft der Putenhaltung nach einem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts.
Klima- und Umweltschutz seit 2023 stärker im Blick
Seit 2023 stehen auch Klima- und Umweltschutz stärker im Fokus des Vorhabens. Seitdem trägt es den Namen „Niedersächsischer Tierschutzplan für nachhaltige Nutztierhaltung“.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Ministeriums unter www.ml.niedersachsen.de.

