Eine Person sitzt in einer Kirche und hält eine Kerze unter einem Lichtstrahl, der durch ein Fenster fällt.

Buß- und Bettag: EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs ruft Tag der Gewissensschärfung aus

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Hannover. Zum Buß- und Bettag (19. November) ruft die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs dazu auf, den Feiertag bewusst als Tag der Gewissensschärfung zu nutzen. Die EKD verweist zugleich auf ihre neue Friedensdenkschrift und lädt zu einem Fernsehgottesdienst sowie zu einem digitalen Abendtreffen ein.

Tag der Gewissensschärfung: Hintergründe und Angebote

Hintergrund / Einordnung

Der Buß- und Bettag erinnert nach Ansicht der EKD daran, dass Frieden nicht nur eine politische Aufgabe sei, sondern im persönlichen Umgang und in der Übernahme von Verantwortung beginne. Die Ratsvorsitzende bezieht sich in ihren Aussagen auf die neu erschienene Denkschrift der EKD mit dem Titel „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“, die als ethischer Kompass verstanden werden soll. Die EKD betont darin unter anderem, dass Jesus für Gewaltverzicht eingetreten sei und gleichzeitig Menschen, deren Leben bedroht ist, geschützt werden müssten.

„Der Buß- und Bettag erinnert uns daran, dass Frieden nicht nur eine politische Aufgabe ist“, sagte Bischöfin Kirsten Fehrs.
„Innerer Frieden bildet die Grundlage für äußeren Frieden. Er entsteht dort, wo Menschen Konflikte bewusst wahrnehmen, Schuld anerkennen und nach Wegen der Versöhnung suchen.“

Details & Zahlen

  • Datum: Buß- und Bettag, 19. November.
  • Fernsehgottesdienst: 10 Uhr aus der evangelischen Stadtkirche in Melsungen.
  • Digitales Abendtreffen: 18 bis 19.30 Uhr per Zoom (Zugang: www.busstag.de/zoom).
  • Thematische Kampagne: Mehrere Landeskirchen beteiligen sich unter dem Motto „Ich bin da, wenn du mich brauchst“.

Beteiligte Akteure

Beteiligte sind die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und einzelne Landeskirchen, namentlich die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, deren Pressestellen die Mitteilung gleichlautend versandt haben. Als zentrale Stimme der Mitteilung tritt die EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Kirsten Fehrs, auf.

Kontext & Bedeutung

Fehrs weist auf die gesellschaftliche Funktion gesetzlicher Feiertage hin und bezeichnet gemeinsame Feiertage als „gesellschaftliche Atempausen“, in denen Menschen zur Ruhe kommen und Gewissensfragen stellen könnten. Sie betont außerdem die Bedeutung von Selbstkritik für gesellschaftlichen Zusammenhalt und verweist darauf, dass die Streichung des Buß- und Bettages als arbeitsfreier Feiertag 1995 keine anhaltenden ökonomischen Vorteile erbracht habe.

„Die Fähigkeit zur Selbstkritik ist eine Stärke, keine Schwäche. Sie eröffnet die Möglichkeit zur Veränderung und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte die Ratsvorsitzende.

  • Weitere Informationen und Materialien hat die EKD auf ihrer Webseite zusammengestellt: www.ekd.de/busstag.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Abschluss: Für Hannover und die umliegende Region bedeutet der Appell der EKD, dass der Buß- und Bettag als Anlass zum Innehalten genutzt werden kann, etwa durch den regional ausgestrahlten Fernsehgottesdienst oder das digitale Abendtreffen. Bürgerinnen und Bürger werden eingeladen, eigenes Handeln zu prüfen, für Frieden zu beten und sich an Gesprächsangeboten zu beteiligen. Konkrete Termine sind der Fernsehgottesdienst (10 Uhr, Stadtkirche Melsungen) und das digitale Austauschformat (18–19.30 Uhr, Zoom). Insgesamt betont die EKD damit die Funktion des Feiertags als Tag der Gewissensschärfung.

Quelle: EKD – Evangelische Kirche in Deutschland. Foto: EKD – Evangelische Kirche in Deutschland

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