Bonn. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November weist die UNO-Flüchtlingshilfe darauf hin, wie besonders gefährdet Frauen und Mädchen auf der Flucht sind. Sie sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, Opfer von sexueller, physischer und psychischer Gewalt zu werden. Dieser Missstand wird in Krisen- und Kriegsgebieten wie im Sudan besonders deutlich, wo aktuell eine der weltweit größten Vertreibungskrisen herrscht. Der Schutz von Frauen und Mädchen muss dabei eine vorrangige Rolle spielen.
Sichere Zukunft für Frauen
In Konfliktsituationen, wie der anhaltenden Krise im Sudan, steigt die Gefahr geschlechtsspezifischer Gewalt signifikant an. Frauen und Mädchen sind nicht nur gezwungen, vor Gewalt zu fliehen; sie sind häufig selbst Zielscheiben von brutalen Übergriffen. Die UNO-Flüchtlingshilfe fordert daher, diesen Menschen besonderen Schutz und Unterstützung zu bieten.
„Frauen und Mädchen, die vor Gewalt fliehen, brauchen besonderen Schutz und Unterstützung. Sie sind nicht nur Opfer, sondern auch Überlebende mit enormer Stärke und Hoffnung“, sagte Ricarda Brandts, Vorstandsvorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe. „Unsere Aufgabe ist es, ihnen Sicherheit, Würde und Zukunftsperspektiven zu geben.“
Im Sudan und seinen Nachbarländern leistet der UNHCR essentielle Hilfe. Die Teams vor Ort versorgen Flüchtlinge mit medizinischer Betreuung, sauberem Trinkwasser, Unterkünften und lebenswichtigen Gütern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Frauen und Mädchen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Diese erhalten nicht nur medizinische, sondern auch psychologische und rechtliche Hilfe.
Unterstützung und Perspektiven für Betroffene
Im Nachbarland Tschad haben bereits Tausende von sudanesischen Frauen und Mädchen Hilfe erhalten. Durch gezielte Schulungen und Bildungsangebote haben sie die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen, die ihnen wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglichen. Dazu zählen Ausbildungen in Handwerksberufen, Landwirtschaft oder die Gründung kleiner Unternehmen.
Ricarda Brandts berichtete von ihrer aktuellen Informationsreise im Tschad: „Täglich kommen vor allem Frauen und Kinder über die Grenze – viele von ihnen sind traumatisiert von der Gewalt und suchen Schutz. Ich konnte mich vergewissern, dass der UNHCR trotz der knappen Mittel ein besonderes Augenmerk auf die vielen besonders vulnerablen Flüchtlinge hat.“
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die UNO-Flüchtlingshilfe engagiert sich aktiv für den Schutz von Frauen und Mädchen vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Mit ihren Programmen sichern sie die notwendige Hilfestellung und fördern so das Überleben sowie die Perspektiven dieser besonders verletzlichen Gruppen. In Anbetracht der aktuellen Krisen ist es wichtiger denn je, den Schutz von Frauen und Mädchen zu priorisieren und ihnen eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Weitere Informationen dazu sind auf der Webseite der UNO-Flüchtlingshilfe erhältlich.

