München. Eine neue Studie von E.ON zeigt, wie stark Privatleute mit smart gesteuerten E-Autos und anderen Energiewende-Technologien das Stromnetz entlasten können, ohne ihr alltägliches Verhalten zu ändern. Die Ergebnisse zeugen von einem Potenzial, das die Netze in Spitzenlastzeiten jährlich um mehr als drei Terawattstunden entlasten könnte – ausreichend, um fast 1,4 Millionen Haushalte ein Jahr lang zu versorgen.
Spitzenlasten durch Solartechnik senken
Die Untersuchung betrachtet intelligente Lösungen, die die Energieflüsse in Privathaushalten optimieren. Durch den Einsatz von Solaranlagen, Batteriespeichern, Elektromobilität und Wärmepumpen können Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv zur Netzentlastung beitragen, während sie gleichzeitig von finanziellen Vorteilen profitieren.
Zwei Tarifmodelle für flexible Energienutzung
E.ON unterscheidet bei der Nutzung von Strom zwei Hauptmöglichkeiten: den Festpreis-Tarif mit einem Flexibilitäts-Bonus und den dynamischen Stromtarif.
Festpreis-Tarif mit Bonus: Der Kilowattstundenpreis bleibt konstant. Haushalte, die ihre Energietechnologie intelligent durch E.ON verwalten lassen, können Boni erhalten – dies kann Einsparungen von bis zu 780 Euro pro Jahr für einen Durchschnittshaushalt bringen.
Dynamischer Stromtarif: Hier schwankt der Preis alle 15 Minuten. Verbraucher, die ihren Stromverbrauch flexibel gestalten, können ebenfalls sparen, müssen jedoch Preisschwankungen in Kauf nehmen.
Beide Modelle basieren auf einem intelligenten Energiemanagementsystem, das automatisch die besten Momente für das Laden von E-Autos und den Einsatz von Wärmepumpen ermittelt, ohne dass die Nutzer ihr Verhalten aktiv anpassen müssen.
Simulationsergebnisse und Auswirkungen
Die Studie hat mittels eines digitalen Zwillings die Auswirkungen von smart gesteuerten Systemen auf das Stromnetz analysiert. Dabei wurden zwei Tageszeiten betrachtet: die Mittagsstunden, in denen die Solarstromproduktion am höchsten ist, und die Abendstunden, wenn der Verbrauch in Haushalten am meisten ansteigt.
Mittags (11-15 Uhr): Durch optimiertes Management könnte die Einspeisung von überschüssigem Solarstrom in das Netz um über 1,9 Terawattstunden jährlich gesenkt werden. Stattdessen könnte dieser Strom in einen Speicher oder in E-Autos sowie Wärmepumpen geleitet werden.
Abends (17-21 Uhr): In diesen Stunden könnte mehr als 1,5 Terawattstunden Netzverbrauch vermieden werden, indem der eingespeicherte Solarstrom verwendet wird.
Die Zusammenführung dieser Maßnahmen könnte somit eine jährliche Entlastung von über 3,4 Terawattstunden für die Spitzenlastzeiten zur Folge haben – eine Maßnahme, die nicht nur das Stromnetz stabiler macht, sondern auch zur Senkung der Kosten für die Verbraucher beiträgt.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschließend lässt sich sagen, dass die unkomplizierte Nutzung intelligenter Technologien im Eigenheim nicht nur den persönlichen Geldbeutel entlastet, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität des Stromnetzes leisten kann. Für Bürgerinnen und Bürger aus der Region ergibt sich somit eine konkrete Möglichkeit, aktiv an der Energiewende teilzunehmen. Die E.ON Studie empfiehlt, das bestehende Potenzial von smart gesteuerten E-Autos und weiteren Energielösungen auszuschöpfen, um sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile zu realisieren.

