Niedersachsen. Weihnachten stellt für Inhaftierte in den Justizvollzugsanstalten eine herausfordernde Zeit dar, in der dennoch Menschlichkeit, Würde und Hoffnung vermittelt werden sollen. Die Weihnachtsfeierlichkeiten und verschiedene Angebote in den Einrichtungen stehen unter dem Thema Weihnachten Justizvollzugsanstalten Niedersachsen.
Wärme und Hoffnung teilen
In den niedersächsischen Justizvollzugsanstalten finden rund um Weihnachten zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt, um den Inhaftierten eine möglichst würdevolle und hoffnungsvolle Festzeit zu ermöglichen. Dazu gehören fast flächendeckende Gottesdienste am 24. Dezember sowie an den Weihnachtsfeiertagen, ergänzend dazu werden Einzelgespräche und teilweise kostenlose Telefonseelsorge angeboten. Solche Angebote bieten den Gefangenen Gelegenheit, spirituelle und emotionale Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Kulturelle und soziale Aktivitäten
Einige Justizvollzugsanstalten gestalten das Weihnachtsfest mit besonderen kulturellen Programmen: So gibt es in Rosdorf die „Freistundenhof-Konzerte“ der „Göttinger Stadtpfeifer“, während Meppen eine historische Krippenausstellung mit Figuren aus den 1950er Jahren präsentiert. Projekte wie „Väter lesen für ihre Kinder“ in Uelzen oder die Zusammenarbeit mit dem Verein Engelbaum e.V. in Bremervörde ermöglichen es den Inhaftierten, Grüße oder Geschenke an ihre Kinder zu senden. Diese Aktionen fördern den Bezug zu Familien und sozialen Kontakten außerhalb der Gefängnismauern.
Besondere Ereignisse und Besuchskontakte
Am 2. Weihnachtstag besucht Weihbischof Wilfried Theising die Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta, wo im Rahmen einer Messe eine Inhaftierte getauft und gefirmt wird. Außerdem gibt es im Mutter-Kind-Heim Bastelaktionen, eine Kinderdisco und ein weihnachtliches Fotoshooting. Die Abteilung Zitadelle beteiligt sich erstmals an der Aktion „Briefe gegen Einsamkeit“, bei der Schülerinnen und Schüler Briefe an jugendliche Gefangene schreiben. Um familiäre Bindungen zu stärken, werden zusätzliche Besuchskontingente angeboten, die für die Resozialisierung eine wichtige Rolle spielen.
Kulinarische Traditionen an Weihnachten
Auch kulinarisch orientieren sich die Einrichtungen an traditionellen Festlichkeiten. Am Heiligabend steht häufig Kartoffelsalat mit Würstchen auf dem Speiseplan, an den Weihnachtsfeiertagen werden festliche Gerichte wie Hähnchenkeulen, Ente oder Wildgulasch mit Rotkohl und Klößen serviert. Darüber hinaus verteilen Seelsorger, Ehrenamtliche oder Vereine „Weihnachtstüten“ mit Genussmitteln wie Kaffee, Tabak und Süßigkeiten an die Gefangenen.
„Unsere Bediensteten leisten hervorragende Arbeit in den Vollzugsanstalten. Für ihren zuverlässigen Einsatz gebührt ihnen der größte Respekt. Ein besonderer Dank gilt dem großen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auch während der Feiertage im Einsatz sind, um den Gefangenen ein Weihnachtsfest in feierlicher Stimmung zu ermöglichen“, sagte Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann.
Die folgenden Abschnitte fassen zusammen, wie Weihnachten in niedersächsischen Justizvollzugsanstalten gestaltet wird.
Weihnachten Justizvollzugsanstalten Niedersachsen ist eine Zeit, in der durch vielfältige, auf das Wohl der Gefangenen ausgerichtete Aktionen, Hoffnung und Menschlichkeit vermittelt werden. Für die Bevölkerung ist dies ein wichtiger Beitrag zur Wahrung von Würde und zur Förderung der Resozialisierung von Inhaftierten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Justizvollzuges leisten dabei einen unverzichtbaren Dienst auch während der Feiertage.
Mehr Informationen über das Justizvollzugssystem in Niedersachsen finden Sie auf regionalupdate.de sowie bei der Niedersächsischen Justizvollzugsanstalt.

