Interhyp-IW-Studie zeigt erschwingliche Eigentumswohnungen in Deutschland

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München. Der neue Erschwinglichkeitsindex von Interhyp und dem Institut der deutschen Wirtschaft zeigt, dass Eigentumswohnungen in Deutschland im bundesweiten Durchschnitt wieder erschwinglicher geworden sind. Besonders regional gibt es große Unterschiede bei der Kaufbelastung.

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Der Erschwinglichkeitsindex untersucht die monatliche Kreditrate für eine 100 Quadratmeter große Eigentumswohnung im Verhältnis zum Nettoeinkommen eines Modellhaushalts in 400 deutschen Landkreisen und Städten. Ein Wert von 100 entspricht dabei der Schwelle, ab der der Kauf als erschwinglich gilt. Den Indexwert errechnet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis der einkommensstärkeren 30 Prozent der Haushalte.

Im Oktober 2025 lag der bundesweite Durchschnittswert bei 128 Punkten, was bedeutet, dass Haushalte durchschnittlich 29 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Finanzierung aufwenden müssen. Damit ist der Kauf deutlich erschwinglicher als vor zwei Jahren, als der Index bei 118 lag und 32 Prozent des Einkommens benötigte. Die Entwicklung ist besonders auf gestiegene Löhne und ein leicht rückläufiges Zinsniveau zurückzuführen.

Regionale Unterschiede bei der Erschwinglichkeit

Die Erschwinglichkeit variiert stark je nach Region. So müssen Käufer in den Top-7-Metropolregionen, zu denen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf gehören, im Schnitt etwa 39 Prozent ihres Nettoeinkommens für Eigentumswohnungen aufbringen – ein Wert unterhalb des Schwellenwerts 100, nämlich 90 Punkte im Index. Im Umland der Metropolen und in Großstädten außerhalb dieser Ballungsräume ist die Belastung erheblich niedriger.

„Im Großteil der von uns betrachteten Regionen lässt sich der Erwerb einer Eigentumswohnung gut stemmen. Gerade unter dem Aspekt der privaten Altersvorsorge ist das eine sehr wichtige und erfreuliche Erkenntnis“, sagte Interhyp-CEO Jörg Utecht.

Besonders die Küstenregionen an Nord- und Ostsee haben in den letzten zwei Jahren deutliche Verbesserungen erzielt, da stabile Preise auf Einkommenszuwächse treffen.

Staatliche Maßnahmen zur Steigerung der Erschwinglichkeit

Neben der Marktentwicklung wären politische Impulse nötig, um den Wohnungsbau zu fördern und den Erwerb von Eigentumswohnungen weiter zu erleichtern. Laut Interhyp könnten folgende Maßnahmen die Kosten deutlich senken:

  • Halbierung der Grunderwerbsteuer in allen Bundesländern
  • Einführung eines zinsvergünstigten Nachrangdarlehens von bis zu 150.000 Euro mit 2 Prozent Zins
  • Kombination beider Optionen zur größten Entlastung

Die Simulation zeigt, dass durch diese Kombination das Annuität-Einkommensverhältnis von aktuell 29,2 Prozent auf 25,6 Prozent sinken könnte. Besonders in hochpreisigen Städten wie Frankfurt, Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf sind mögliche Entlastungen im fünfstelligen Eurobereich zu erwarten.

Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Schlussbetrachtung: Erschwingliche Eigentumswohnungen gewinnen an Bedeutung für die Region

Die jüngsten Zahlen belegen, dass erschwingliche Eigentumswohnungen in Deutschland für viele Haushalte wieder realistischer geworden sind. Insbesondere in ländlichen Gebieten und Umlandregionen bieten sich gute Möglichkeiten, Eigentum zu erwerben. Für urbane Ballungszentren bleibt die Lage angespannt, hier sind weitere politische Maßnahmen notwendig.

Für Bürgerinnen und Bürger heißt das: Jetzt besteht eine günstige Gelegenheit, Wohneigentum zu erwerben, bevor mögliche Zinssteigerungen einsetzen. Wohnungsbau und Erleichterungen beim Immobilienerwerb bleiben wichtige Themen für die Landes- und Bundespolitik.

Weitere Informationen zum Erschwinglichkeitsindex finden Sie auf Interhyp.de. Ergänzende Informationen zur Wohnmarktentwicklung bietet das Institut der deutschen Wirtschaft.

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