Wien. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit seinem aktuellen Urteil die Rechtslage für Geschäftsführerklagen gegen illegale Online-Casinos deutlich verschärft. Das EuGH Urteil Online-Casinos ermöglicht es jetzt, Verantwortliche solcher Anbieter in den Wohnsitzstaaten der Spieler persönlich haftbar zu machen.
EuGH stärkt Verbraucherrechte
Der EuGH entschied in der Rechtssache C-77/24, dass Geschäftsführer von Glücksspielanbietern, die ohne erforderliche Lizenz in Staaten wie Österreich oder Deutschland tätig sind, vor Ort verklagt werden können. Maßgeblich ist damit das Recht jenes Landes, in dem die Spieler ihren Wohnsitz haben und der Schaden entsteht – unabhängig davon, ob die Anbieter im Ausland lizenziert sind.
Hintergrund der Entscheidung
Im verhandelten Fall hatte ein Spieler aus Österreich direkt gegen die Geschäftsführer einer maltesischen Online-Casino-Plattform geklagt, die keine österreichische Lizenz vorweisen konnte. Dieses Vorgehen eröffnete neue rechtliche Möglichkeiten zum Schutz von Verbrauchern, die bei illegalem Online-Glücksspiel Verluste erlitten haben.
Auswirkungen auf Gerichtsverfahren
Die Entscheidung schafft für österreichische und deutsche Gerichte nun klare Zuständigkeiten, wenn Spieler gegen Betreiber illegaler Casinos vorgehen wollen. Unternehmen mit ausländischen Lizenzen, die aber diese in den Wohnsitzstaaten der Kunden nicht besitzen, können künftig direkt auf Führungsebene verantwortlich gemacht werden.
„Die Geschäftsführerklagen sind deshalb nützlich und wichtig, weil die meisten rechtskräftigen Urteile gegen die Unternehmen selbst aktuell leider nicht umgesetzt werden“, sagte Richard Eibl, Geschäftsführer der Prozessfinanzallianz Padronus.
„Mit dem aktuellen EuGH-Urteil wird die Schlinge für die Betreiber von illegalem Glücksspiel enger.“
Padronus, ein auf Prozessfinanzierung im Glücksspielbereich spezialisiertes Unternehmen, plant auf Basis des Urteils eine neue Klagewelle gegen verantwortliche Geschäftsführer von illegalen Online-Casinos wie Mr. Green und Pokerstars. Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Verfahren finanziert und mehrere Millionen Euro für geschädigte Spieler zurückgeholt.
- Tausende unterstützte Gerichtsverfahren in Österreich und Deutschland
- Mehrere zehn Millionen Euro an Rückzahlungen an Spieler
- Anmeldung für Sammelverfahren unter www.padronus.at
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und praktische Folgen für betroffene Spieler
Das EuGH Urteil Online-Casinos stärkt unmittelbar die Verbraucherrechte in Österreich und Deutschland. Spieler, die in der Vergangenheit bei illegalen Casinos Geld verloren haben, können mit Unterstützung nun direkt gegen die Geschäftsführer vorgehen und Schadenersatz fordern. Dies verbessert die Durchsetzungschancen gegen ausländische Anbieter, die sich bislang auf fehlende Zuständigkeiten beriefen.
Die Entscheidung wird voraussichtlich zu einer größeren Zahl von Gerichtsverfahren in den betroffenen Ländern führen. Das Unternehmen Padronus bietet Spielern eine Möglichkeit, sich einem Sammelverfahren anzuschließen und so an den juristischen Auseinandersetzungen teilzunehmen.
Weitere Informationen zu rechtlichen Möglichkeiten und Verbraucherschutz im Bereich Online-Glücksspiel finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Website der Europäischen Kommission zum Thema Glücksspielrecht.

