29 % der Schüler haben 2024 Einwanderungsgeschichte

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Wiesbaden. Einwanderungsgeschichte bei Schülerinnen und Schülern in Deutschland ist ein vielfach präsentes Thema. Im Jahr 2024 hatten 29 Prozent der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen eine Einwanderungsgeschichte, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Einwanderung in Schulen: Einwanderungsgeschichte Schüler Deutschland

Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass sich der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Einwanderungsgeschichte in den letzten fünf Jahren erhöht hat. Während 2019 noch 26 Prozent der Schülerschaft eine Einwanderungsgeschichte aufwiesen, sind es 2024 bereits 29 Prozent. Dabei existieren keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern, denn jeweils 29 Prozent der Mädchen und Jungen haben eine Einwanderungsgeschichte. Diese Definition besagt, dass entweder die Schülerinnen und Schüler selbst oder beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

Einwanderungsgeschichte bei Lehrkräften

Ein ähnlicher, wenn auch geringerer Anstieg zeigt sich bei den Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen. Dort lag der Anteil der Personen mit Einwanderungsgeschichte 2019 bei 9 Prozent und stieg bis 2024 auf 11 Prozent. Interessant ist auch die Verteilung nach Geschlecht: Knapp jede achte Lehrerin (12 Prozent) hat eine Einwanderungsgeschichte, während es bei den Lehrern 10 Prozent sind. Weitere 5 Prozent der Lehrkräfte hatten nur einen eingewanderten Elternteil, bei der Schülerschaft waren es 12 Prozent.

Definition und Methodik der Erhebung

Das Statistische Bundesamt hat die Daten auf Basis des Mikrozensus erhoben, einer repräsentativen Stichprobenerhebung an etwa 1 Prozent der deutschen Bevölkerung. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften. Eine Person gilt als mit Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Eltern seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Die Auswertung beschränkt sich auf Personen mit einem privaten Hauptwohnsitz; Menschen in Gemeinschaftsunterkünften sind nicht berücksichtigt. Aufgrund methodischer Anpassungen und der Verwendung unterschiedlicher Zensusgrundlagen für die Hochrechnung sind die Vergleichszahlen mit Vorsicht zu interpretieren, sie geben jedoch einen verlässlichen Trend wieder.

  • 29 % aller Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen haben eine Einwanderungsgeschichte (2024)
  • 11 % der Lehrkräfte haben eine Einwanderungsgeschichte (2024)
  • Anteil bei Schülerinnen und Schülern stieg von 26 % (2019) auf 29 % (2024)
  • Anteil bei Lehrkräften stieg von 9 % (2019) auf 11 % (2024)

„Der Anteil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte an Schulen ist sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften in den vergangenen fünf Jahren gestiegen“, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Weiterführende Informationen bietet die Webseite des Statistischen Bundesamts sowie das Dashboard Integration der Bundesregierung.

Beispiel für Interessierte finden Sie auch auf regionalupdate.de weiterführende Berichte zur Bevölkerungsentwicklung.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick

Die Zunahme von Schülerinnen und Schülern mit Einwanderungsgeschichte an Schulen spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland wider. Dies wirkt sich auf die schulische Vielfalt, den interkulturellen Austausch und den pädagogischen Alltag aus. Für Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen stellen sich neue Herausforderungen, beispielsweise bei der Sprachförderung oder der Integration von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlicher Herkunft. Kommunen und Bundesländer sind gefordert, ihre Bildungsangebote anzupassen und durch gezielte Maßnahmen den Lernerfolg aller Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine wachsende Vielfalt in Schulen, die Chancen für interkulturelles Lernen und Begegnungen schafft. Geplante Schritte umfassen eine verstärkte Förderung von interkultureller Kompetenz bei Lehrkräften sowie die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen für Sprachförderprogramme und Integrationsprojekte. Termine zu weiterführenden Veröffentlichungen finden sich regelmäßig auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes.

Mehr Informationen zum Thema Bildung und Integration erhalten Sie auch im Bereich Bildung auf regionalupdate.de.

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