München. Die bayerische exportwirtschaft outlook zeigt für November 2025 einen leichten Anstieg der Warenexporte um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Importe erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 4,4 Prozent.
Wirtschaftsausblick Bayern
Entwicklung der bayerischen Ex- und Importe im November 2025
Die bayerische Wirtschaft exportierte im November Waren im Wert von rund 19,2 Milliarden Euro ins Ausland, was einem Zuwachs von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Parallel stiegen die Importe um 4,4 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Die Zahlen bestätigen eine Fortsetzung des leichten Aufwärtstrends im Außenhandel des Freistaats. Für die ersten elf Monate des Jahres 2025 weisen die bayerischen Ausfuhren und Einfuhren insgesamt ebenfalls ein leichtes Plus auf.
Bedeutung der wichtigsten Exportmärkte für Bayern
Die Vereinigten Staaten bleiben mit einem Anteil von 11,6 Prozent der bayerischen Ausfuhren für die ersten elf Monate 2025 der bedeutendste Exportmarkt. Allerdings führte die aggressive US-Zollpolitik zu einem Rückgang der Ausfuhren in die USA um knapp 28 Prozent im November. Im Gegensatz dazu wuchsen die Exporte nach China im selben Monat um 11,3 Prozent. Die EU-Länder insgesamt erhielten 6,6 Prozent mehr bayerische Waren, dabei stiegen die Exporte nach Italien, Frankreich und Polen, während sie nach Österreich leicht zurückgingen.
Entwicklung der wichtigsten Exportgüter
Bei bayerischen Schlüsselprodukten zeigt sich eine differenzierte Lage. Die Ausfuhren von Pkw und Maschinen – zentrale Industriezweige der Region – gingen um 11,8 Prozent beziehungsweise 6,5 Prozent zurück. Hingegen stiegen die Exporte von elektrischen Geräten sowie von Kfz-Teilen leicht an. Die Situation bleibt aufgrund der internationalen Handelsspannungen weiterhin angespannt.
„Die wirtschaftlichen Verwerfungen mit den USA bestimmen leider auch dieses Jahr. Für uns muss das bedeuten, dass wir dringender denn je die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts entschieden verbessern müssen“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in Bayern können Sie weitere Informationen auf regionalupdate.de finden.
Aktuelle Zahlen zu Außenhandel Deutschlands bietet das Landesamt für Statistik.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und Perspektiven für die bayerische Exportwirtschaft
Die anhaltenden Belastungen durch die US-Zollpolitik und die daraus resultierenden Rückgänge bei Pkw- und Maschinenexporten wirken sich direkt auf die Beschäftigung und die wirtschaftliche Stabilität in Bayern aus. Das Außenhandelsdefizit bleibt ein Risiko für die regionale Wirtschaft. Gleichzeitig zeigen die steigenden Exporte nach China und in andere EU-Länder, dass Bayern seine wirtschaftlichen Beziehungen diversifiziert. Die vbw fordert eine entschlossene Reaktion der EU auf drohende Strafzölle, setzt aber auf verhältnismäßige Maßnahmen, da Gegenzölle auch Schaden für die eigene Wirtschaft bringen könnten.
Für die bayerischen Unternehmen bleibt die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ein zentrales Thema, um die Attraktivität des Standorts langfristig zu sichern. Zukünftige Entwicklungsschritte hängen auch von der internationalen Handelspolitik ab. Weitere Berichte und Analysen zur bayerischen Wirtschaft bietet das Online-Magazin regionalupdate.de.

