Niedersachsen. Die Landesregierung setzt sich weiterhin intensiv für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der EU Agrarförderung ländlicher Raum ein, um die Lebensqualität und Entwicklungschancen in den Dörfern zu sichern.
Agrarförderung stärkt Dörfer
Die EU Agrarförderung ländlicher Raum wird in Niedersachsen durch verschiedene Maßnahmen wirksam umgesetzt. Im Fokus stehen Programme wie LEADER und die Dorfentwicklung, die sowohl die Eigenverantwortung der regionalen Akteure als auch die bürgerschaftliche Mitwirkung stärken. Aktuell gibt es 68 LEADER-Regionen und 193 Dorfregionen, in denen strukturierte Prozesse für mehr Selbstwirksamkeit stattfinden.
Förderung durch LEADER und Dorfentwicklung
Diese Programme verbinden investive Maßnahmen mit Prozessbegleitung, um langfristige Strukturen in den ländlichen Räumen aufzubauen. Dabei stehen unter anderem Maßnahmen zur Regionalentwicklung, Integration und Umnutzung von Bestandsimmobilien im Mittelpunkt. Beispiele hierfür sind das Tinyhouse-Festival in der Elbtalaue, der modellhafte Dorfentwicklungsansatz „Kreislauf.Klima.Dorf“ sowie Carsharing-Initiativen in Ahlerstedt.
Basisdienstleistungen und ländlicher Wegebau
Zur Grundversorgung der Bevölkerung zählen Basisdienstleistungen, die etwa medizinische Versorgung und Nahversorgung sicherstellen. Projekte wie die Erweiterung von Dorfläden oder der Umbau von Gebäuden für Arztpraxen zeigen die praktische Umsetzung. Beim ländlichen Wegebau wird die multifunktionale Nutzung betont, die neben Landwirtschaft auch Naherholung fördert.
„Die Landesregierung setzt sich auf allen Ebenen für ein auskömmliches Budget für die ländlichen Räume ein!“, erklärte Ministerin Miriam Staudte.
Die Landesregierung hebt hervor, dass es nicht nur auf die Höhe der Fördermittel ankommt, sondern auch auf einen angemessenen Beteiligungssatz der EU. In einem Positionspapier fordert Niedersachsen unter anderem die Sicherung eines zweckgebundenen Budgets, Vereinfachungen in den Verwaltungsverfahren und die Beibehaltung der thematischen Vielfalt bei LEADER.
Ausblick zur EU Agrarförderung ländlicher Raum in Niedersachsen
Für die Jahre 2023 bis 2027 stehen Förderprogramme bereit, die mit landeseigenen Mitteln ergänzt werden. Als einziges Bundesland stellt Niedersachsen 200 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur für Basisdienstleistungen und den ländlichen Wegebau zur Verfügung. Auf Bundesebene setzt sich Niedersachsen aktiv dafür ein, dass ländliche Räume ausreichend finanziell berücksichtigt werden. Die nächsten Agrarministerkonferenzen werden diese Themen weiterhin begleiten.
Weitere Informationen zu Förderprogrammen im ländlichen Raum bietet das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hier, vertiefende EU-Daten finden sich auf der Seite der Europäischen Kommission zu ländlicher Entwicklung.
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