Ben Zucker beschreibt Wendepunkt seiner Alkoholsucht

Anzeige
Digitale Realität

Osnabrück. Schlager-Star Ben Zucker hat erstmals ausführlich über seine Alkoholsucht gesprochen. In einem Interview thematisierte der 42-Jährige sowohl die Anfänge seiner Erkrankung als auch seine Wahrnehmung des gesellschaftlichen Umgangs mit dem Thema. Dabei stellte Zucker klare Aussagen zu seinem eigenen Konsumverhalten und Vorurteilen in Deutschland vor, die den Umgang mit dem Thema erschweren. Ben Zucker Alkoholsucht steht dabei im Zentrum des Gesprächs.

Zucker spricht Klartext

Die Anfänge der Alkoholsucht

Ben Zucker berichtete, dass er Alkohol zunächst als eine Art kurzzeitigen Genuss, etwa ein einen „Shot“, verstand. Seinen eigenen Weg beschreibt er mit dem Erlebnis, als ihm Wodka erstmals in einem Tumbler-Glas mit Eis serviert wurde, was für ihn den Beginn seines problematischen Konsums markierte. Er charakterisiert seinen Konsum selbst als „Gewohnheitstrinken“ und differenziert dies von einem klassischen Bild der Sucht.

Gesellschaftliche Vorurteile und Herausforderungen

Der Musiker kritisierte das Klischee in Deutschland, dass Menschen mit Alkoholproblemen als verwahrlost oder hilflos wahrgenommen werden. Dem widerspricht er durch seine eigenen Erfahrungen, wonach er keine typischen Entzugserscheinungen zeigt wie Zittern oder starke Verzweiflung. Zucker äußerte sich auch zu gesellschaftlichen Erwartungen: Männer, die nicht trinken, würden schnell mit dem Verlust des Führerscheins in Verbindung gebracht, während Frauen beim Verzicht Gerüchte über eine Schwangerschaft ausgesetzt seien.

„Wenn du als Mann nicht trinkst, heißt es, man hätte den Führerschein verloren. Trinken Frauen nicht, kommt schnell das Gerücht auf, dass sie schwanger sind. Es wirkt, als müsste man das Nicht-Trinken verteidigen oder erklären“, sagte Zucker.

Zudem erklärte er, dass es Phasen gibt, in denen er bewusst auf Alkohol verzichtet, etwa um sich auf seine berufliche Tätigkeit zu konzentrieren. So habe er in seinen fast neun Karrierejahren rund vier Jahre lang gar nicht getrunken.

Wer mehr zum Thema Alkoholsucht und Hilfsangebote wissen möchte, kann Informationen beim Deutschen Zentrum für Suchtfragen finden. Weitere regionale Berichte sind unter regionalupdate.de verfügbar.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Alkoholsucht im regionalen Kontext: Bedeutung und Perspektiven

Alkoholsucht betrifft nicht nur Prominente wie Ben Zucker, sondern ist in der gesamten Gesellschaft ein Thema mit regionaler Bedeutung. Angehörige und Betroffene in Osnabrück und Umgebung finden zunehmend Angebote zur Beratung und Unterstützung. Die öffentliche Debatte, wie sie Ben Zucker anstößt, kann dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und eine offenere Haltung zum Thema zu fördern.

Für Bürgerinnen und Bürger in der Region lohnt es sich, die vorhandenen Hilfsstrukturen zu kennen. Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und medizinische Einrichtungen bieten Unterstützung bei Suchterkrankungen. Auch der bewusste Umgang mit Alkohol kann präventiv wirken. Zukünftige Initiativen könnten durch vermehrte Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung verstärkt werden, damit Betroffene schneller Hilfe erhalten.


Quellen: Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung, Deutsches Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS).

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel