Berlin. Die US-Regierung hat mit der Online-Plattform TrumpRx.gov einen neuen Schritt zur Senkung von Arzneimittelpreisen eingeleitet. Die Initiative wirkt sich auch auf den deutschen Pharmamarkt aus, dabei spielt die Fokus-Keyphrase „TrumpRx US Pharmadruck“ eine entscheidende Rolle.
Pharmamarkt unter Druck: TrumpRx US Pharmadruck beeinflusst Deutschland
Die Plattform TrumpRx.gov listet aktuell 40 Arzneimittel, deren Preise für Patientinnen und Patienten in den USA deutlich günstiger werden sollen. Diese Maßnahme ist Teil der US-Strategie, Arzneimittelpreise anhand eines „Most Favored Nation (MFN)“-Prinzips zu reduzieren, das Preise an denen vergleichbarer Länder orientiert. Deutschland wird dabei explizit als Referenzland genannt.
Auswirkungen auf deutsche Pharmaunternehmen
Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, warnt vor den Folgen für den deutschen Pharmastandort. Die neue US-Preispolitik zwinge Firmen mit US-Geschäft zu einer Neubewertung ihrer Preis- und Markteintrittsstrategien. Dies könnte dazu führen, dass Deutschland bei der Einführung neuer Arzneimittel auf Innovationen warten muss oder sogar leer ausgeht.
„TrumpRx schafft Fakten und zeigt einmal mehr, mit welchem Tempo und mit welcher Entschlossenheit die angekündigten Maßnahmen umgesetzt werden“, sagte Brakmann.
Die Exporte in die USA sind für deutsche Pharmaunternehmen zu bedeutend, als dass sie die Veränderungen ignorieren könnten. Dies setze auch die Versorgung der deutschen Patientinnen und Patienten unter Druck.
Innovationsrückstand in Europa
Pharma Deutschland sieht bereits heute eine Verzögerung bei der Zulassung innovativer Arzneimittel in Europa im Vergleich zu den USA. Seit 2015 sind mehr als 100 Substanzen nicht in Europa zugelassen worden. Zudem gibt es aktuell 19 Arzneimittel mit Breakthrough-Status, die in den USA zugelassen sind, in Deutschland aber fehlen. Dieser Rückstand könnte sich durch den TrumpRx US Pharmadruck verstärken.
- Über 100 Substanzen seit 2015 nicht mehr in Europa zugelassen
- 19 Arzneimittel mit Breakthrough-Status in den USA verfügbar, aber nicht in Deutschland
- Gefahr von verzögerter oder ausbleibender Markteinführung in Deutschland durch US-Preisreferenzen
Die vollständige, aktuelle Entwicklung ist online bei Pharma Deutschland nachzulesen. Weitere Informationen zu Arzneimittelpreisen bietet die US-Regierung auf TrumpRx.gov.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Schlussbetrachtung zum TrumpRx US Pharmadruck für Deutschland
Der Pharmastandort Deutschland sieht sich durch TrumpRx mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die Bundesregierung wird aufgefordert, ressortübergreifende und langfristig ausgerichtete Strategien im laufenden Pharmadialog zu entwickeln, um negative Auswirkungen auf Versorgung und Innovation zu vermeiden. Für Patientinnen und Patienten ist die schnelle Verfügbarkeit innovativer Medikamente von großer Bedeutung. Ein möglicher Rückstand bei neuen Arzneimitteln könnte die Behandlungschancen beeinträchtigen.
Pharma Deutschland engagiert sich für den Erhalt einer starken Arzneimittelversorgung. Im Zuge der internationalen Entwicklungen stehen weitere Gespräche und Anpassungen an, um eine sichere und innovative Versorgung auch künftig zu garantieren.
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