Potsdam. Die Einkommensrunde öffentlicher Dienst für die Beschäftigten der Länder startet in die dritte Verhandlungsrunde. Dabei stehen Forderungen der Gewerkschaften nach einer Erhöhung der Einkommen um 7 Prozent, mindestens 300 Euro, im Mittelpunkt.
Tarifrunde entscheidet jetzt: Forderungen und Lage in der Einkommensrunde öffentlicher Dienst
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die Gewerkschaften verhandeln aktuell über eine Lohnerhöhung für rund 3,5 Millionen Beschäftigte. Davon sind etwa 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte in den Bundesländern betroffen, zusätzlich rund 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte sowie etwa eine Million Versorgungsempfängerinnen und -empfänger. Die Verhandlungsführung liegt bei Volker Geyer, Chef des dbb beamtenbund und tarifunion.
Forderungen der Gewerkschaften und Herausforderungen
Die Gewerkschaften fordern ein Einkommensplus von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Volker Geyer betont, dass ohne eine reale Lohnerhöhung die Länder im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter schlechter dastehen würden als Bund, Kommunen und die Privatwirtschaft. Dies könne die Nachwuchsgewinnung und Mitarbeitermotivation erheblich beeinträchtigen.
„Wir brauchen echte Einkommenssteigerungen und strukturelle Verbesserungen. Da liegen wir noch meilenweit auseinander“, sagte Geyer im Vorfeld der Verhandlungsrunde.
Haushaltslage der Länder und zukünftige Auswirkungen
Trotz der angespannten Haushaltslage der Länder sieht Geyer dies nicht als ausreichendes Argument gegen eine Gehaltserhöhung. Er verweist auf die Steuermehreinnahmen von über fünf Prozent im Jahr 2025 und betont, dass die Investitionen in die Beschäftigten Priorität haben müssten. Ein Drittel der Beschäftigten im öffentlichen Dienst gehe in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand, was den Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften erhöht.
- Etwa 3,5 Millionen Beschäftigte sind von den Verhandlungen betroffen.
- Die dritte Verhandlungsrunde findet vom 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam statt.
- Strukturelle Verbesserungen sollen neben Einkommenssteigerungen erreicht werden.
Alle aktuellen Informationen zur Einkommensrunde liefert die Webseite des dbb beamtenbund und tarifunion unter dbb.de/einkommensrunde.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der Einkommensrunde öffentlicher Dienst für die Region
Die Verhandlungen haben auch in der Region eine große Bedeutung. Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst, beispielsweise in Verwaltung, Bildung und Sicherheit, sind von den Ergebnissen betroffen. Eine Gehaltssteigerung kann die Attraktivität öffentlicher Arbeitgeber erhöhen und langfristig zur Stabilität der regionalen Infrastruktur beitragen. Zudem wirken verbesserte Tarifbedingungen motivierend auf die Mitarbeitenden.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass sie auch zukünftig mit gut qualifizierten Fachkräften im öffentlichen Dienst rechnen können. Die nächsten wichtigen Termine ergeben sich mit der dritten Verhandlungsrunde vom 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam, deren Ergebnisse hier bei regionalupdate.de zeitnah berichtet werden.
Weitere Einblicke in die Tarifpolitik und ihre regionalen Auswirkungen finden Sie auf regionalupdate.de.
Für detaillierte Informationen zum öffentlichen Dienst und öffentliche Tarifverträge bietet das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat umfassende Hintergrundinformationen.

