DUH kritisiert Bundesregierung wegen steigender Luftverschmutzung

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Berlin. Der Luftqualitätsjahresbericht 2025 des Umweltbundesamtes zeigt eine erhöhte Feinstaub Stickstoffdioxid Belastung in deutschen Städten. Bereits Anfang 2026 überschreiten einige Messstationen die neuen EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe häufiger als erlaubt.

Luftqualität jetzt verbessern

Die Luftqualität in Deutschland ist nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2025 schlechter als in den Vorjahren. Die Belastung mit Feinstaub (PM2,5) und Stickstoffdioxid (NO2) bleibt auf einem gesundheitsschädlichen Niveau. In einigen Städten wurden Anfang 2026 an mehreren Tagen die ab 2030 gültigen EU-Tagesmittelgrenzwerte überschritten. So registrierte die Messstation in der Berliner Silbersteinstraße bereits 24 Überschreitungen des Feinstaubgrenzwerts, während in Bernburg (Sachsen-Anhalt) 21 Überschreitungstage erfasst wurden. Nach der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie sind maximal 18 Überschreitungstage im Jahr zulässig.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert, dass die Bundesregierung bisher keine ausreichenden Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen hat. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, betont:

„Wenn die Bundesregierung die Einhaltung veralteter Grenzwerte als Erfolg verkauft, ist das eine gefährliche Verharmlosung der realen Gesundheitsbelastung. Die Luft in Deutschland war 2025 nahezu flächendeckend gesundheitsschädlich und das Jahr 2026 startet noch schlimmer.“

Neue WHO- und EU-Grenzwerte

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im September 2021 ihre Grenzwerte deutlich verschärft. Empfohlen werden Jahresmittelwerte von 5 µg/m³ für Feinstaub (PM2,5) und 10 µg/m³ für Stickstoffdioxid (NO2). Tagesmittelwerte sollten nur an maximal drei Tagen pro Jahr überschritten werden dürfen. Die EU hat für 2030 ebenfalls niedrigere Grenzwerte festgelegt: 10 µg/m³ für Feinstaub und 20 µg/m³ für Stickstoffdioxid im Jahresmittel. Deutschland gilt aktuell jedoch noch die veraltete Richtlinie von 2008 mit deutlich höheren Grenzwerten.

Forderungen der Deutschen Umwelthilfe

Die DUH fordert ein umfassendes Konzept der Bundesregierung für die Einhaltung der WHO- und EU-Grenzwerte. Dabei sollte unter anderem eine Pflicht zur Nachrüstung von Partikelabscheidern für Holzöfen eingeführt werden. Außerdem werden die Priorisierung von Wärmepumpen und die Nachrüstung oder Stilllegung von rund 7,8 Millionen Diesel-Pkw mit Manipulationssoftware gefordert.

  • Einführung einer Partikelabscheider-Pflicht für Holzöfen
  • Förderung von Wärmepumpen statt fossiler Heizsysteme
  • Nachrüstung oder Stilllegung von Betrugsdieseln

Die anhaltend hohe Schadstoffbelastung hat schwerwiegende Folgen: Im Jahr 2023 waren in Deutschland nach Schätzungen 57.564 Todesfälle auf Feinstaub und weitere 23.013 Todesfälle auf Stickstoffdioxid zurückzuführen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Bevölkerung und regionale Perspektiven

Auch in vielen Städten und Gemeinden der Region ist die Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid ein bedeutendes Umwelt- und Gesundheitsproblem. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies ein erhöhtes Risiko chronischer Erkrankungen und eine geringere Lebensqualität. Um den gesetzlichen Vorgaben künftig besser gerecht zu werden, plant die Bundesregierung laut DUH, bis 2030 die EU-Grenzwerte verbindlich einzuhalten und spätestens bis 2035 die strengeren WHO-Richtwerte umzusetzen.

Die Umsetzung der Maßnahmen wird zeitnah erwartet, um die Luftqualität nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen zu Luftreinhaltung und Umweltschutz finden Sie auch auf regionalupdate.de. Ergänzend stellt das Umweltbundesamt aktuelle Daten und Empfehlungen zur Luftqualität bereit.

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