Berlin. Der 37. Deutsche Krebskongress (DKK) fand vom 20. bis 23. April 2026 im CityCube Berlin statt. Beim Krebskongress Berlin 2026 diskutierten rund 12.500 Teilnehmende aus Medizin, Wissenschaft und Pflege über Innovationen in der Onkologie und aktuelle gesundheitspolitische Herausforderungen.
Krebsmedizin neu denken
Der Krebskongress Berlin 2026 stand unter dem Motto „zusammen – gezielt – zukunftsfähig“ und legte den Fokus auf interprofessionellen Austausch und innovative Ansätze in der Krebsmedizin. Dabei wurden Schlüsselthemen wie personalisierte und präzisionsmedizinische Onkologie vertieft. In rund 300 Sitzungen bot der Kongress eine Plattform für den intensiven Dialog zwischen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen sowie für Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Selbsthilfe.
Fortschritte in Diagnostik und Therapie
Ein Schwerpunkt lag auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Diagnostik und Therapie. Durch KI können Tumore präziser erkannt und individualisierte Behandlungspläne entwickelt werden. Zudem wurde die Bedeutung von Comprehensive Cancer Centern (CCC) hervorgehoben, die eine qualitätsgesicherte Versorgung gewährleisten. Entsprechende zertifizierte Krebszentren sollen künftig allen Krebspatienten in Deutschland offenstehen, um leitliniengerechte Therapien sicherzustellen.
Berufsfeld Onkologie stärken
Das Programm richtete sich auch gezielt an junge Medizinerinnen, Mediziner sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Kongresspräsidentin Prof. Anke Reinacher-Schick von der Ruhr-Universität Bochum betonte die Notwendigkeit, junge Talente in die Gestaltung der zukünftigen Krebsmedizin einzubinden. Darüber hinaus waren Patientinnen und Patienten sowie Selbsthilfeorganisationen an Diskussionen zur Lebensqualität und Langzeitnachsorge beteiligt.
„Nur wenn wir alle Aspekte zusammendenken, können wir die Krebsmedizin nachhaltig und patientenzentriert weiterentwickeln“, sagte Reinacher-Schick.
Gesundheitspolitische Herausforderungen
Der Kongress thematisierte außerdem die Krankenhausreform und Finanzierungsfragen sowie die sektorenübergreifende Versorgung. Die Stärkung der Krebsprävention war ein weiterer zentraler Diskussionspunkt, um neuen Krebserkrankungen vorzubeugen.
Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Stiftung Deutsche Krebshilfe, die den Kongress gemeinsam ausrichten, betreiben das kostenfreie Portal „DKK on demand“. Dort sind zukünftig auch die Videomitschnitte des DKK 2026 abrufbar.
Beispiel:
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und Ausblick
Als bedeutendster onkologischer Fachkongress im deutschsprachigen Raum bietet der Krebskongress Berlin 2026 auch für die Gesundheitsversorgung vor Ort wichtige Impulse. Die Förderung eines Netzwerks zertifizierter Krebszentren trägt dazu bei, die Versorgung von Krebspatienten in der Region zu verbessern. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das Zugang zu aktuellen Behandlungsstandards und innovativen Therapien.
Der nächste Deutsche Krebskongress findet vom 23. bis 26. Februar 2028 ebenfalls in Berlin statt. Interessierte können sich dort erneut über aktuelle Entwicklungen der Krebsmedizin informieren.
Mehr Informationen zur Krebsmedizin und zum Deutschen Krebskongress bietet regionalupdate.de sowie die offizielle Webseite der Deutschen Krebsgesellschaft.

