VAUNET kritisiert KEF-Feststellungen zur Finanzausstattung der Sender

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Berlin. Die KEF Finanzausstattung Medien sorgt weiterhin für Diskussionen im öffentlich-rechtlichen System. Trotz gestiegener Gesamtaufwendungen von über 10,5 Milliarden Euro pro Jahr mahnt der VAUNET, Verband Privater Medien, eine konsequente Umsetzung von Wirtschaftlichkeits- und Sparsamkeitsprinzipien an.

Medienfinanzen im Fokus

Steigende Kosten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat im 25. Bericht erneut erhebliche Effizienzpotenziale aufgezeigt. Diese bleiben jedoch teilweise ungenutzt, da staatsvertragliche Vorgaben dem entgegenstehen. Der VAUNET kritisiert, dass trotz der bereits im Reformstaatsvertrag vorgesehenen Einschnitte die Mittel für ARD und ZDF weiter steigen und damit die Wettbewerbsbedingungen im Medienmarkt zunehmend ungleich werden.

„Mit dann über 10,5 Mrd. EUR pro Jahr im öffentlich-rechtlichen System wird die Schere im Markt weiter aufgehen“, sagte Claus Grewenig, Vorstandsvorsitzender des VAUNET.

Herausforderungen bei der Programmstruktur und Beitragsstabilität

Das Reformvorhaben sieht unter anderem eine Reduzierung der Programmangebote insbesondere im Radio vor, wobei diese Maßnahmen erst ab 2029 greifen sollen. Marco Maier, Vorsitzender des Fachbereichs Radio im VAUNET, hebt die Bedeutung von UKW für private Hörfunkveranstalter hervor und warnt vor einem überhasteten Verzicht auf diesen Verbreitungsweg. Zudem fordert der Verband eine striktere Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Anstalten durch den neu gegründeten Medienrat, etwa hinsichtlich der Einhaltung von Programmaufträgen im Bereich Information, Bildung und Kultur.

  • Effizienzpotenziale der KEF werden nicht voll ausgeschöpft
  • Reformstaatsvertrag mit später Wirkung ab 2029
  • Bedeutung von UKW für private Hörfunkveranstalter betont

Weitere Informationen zur Arbeit der KEF finden Sie auf der offiziellen Webseite des Bundeszentrale für politische Bildung.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Auswirkungen und Ausblick

Die Entwicklungen bei der KEF Finanzausstattung Medien haben auch regionale Bedeutung. In Hessen etwa betreffen sie die Finanzierungsgrundlagen für lokale Rundfunk- und Medienangebote, die sowohl öffentlich-rechtlich als auch privatwirtschaftlich betrieben werden. Die anhaltende Finanzierung der ARD und des ZDF in der aktuellen Höhe wirkt sich auf den Wettbewerbsmarkt aus und beeinflusst damit auch die Medienvielfalt vor Ort.

Für Zuschauer und Hörer bedeutet dies potenziell eine Veränderung des Angebots, insbesondere im Hörfunkbereich. Die geplanten Reduktionen der Programme sollen einerseits zur Beitragsstabilität beitragen, bedingen aber auch Diskussionen zur Sicherung einer vielfältigen Medienlandschaft. Bürgerinnen und Bürger können den Prozess über den Medienrat beobachten, der zukünftig vermehrt auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben achten soll.

Die Medienpolitik ist weiterhin gefordert, klare quantitative und inhaltliche Grenzen zu setzen und die Umsetzung des Reformstaatsvertrages zu begleiten. Weitere Informationen dazu und zu regionalen Entwicklungen finden Interessierte auf regionalupdate.de.

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