Quantenvakuumfluktuationen verändern Materialien

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New York. Forschende der Columbia University haben nachgewiesen, dass Quantenvakuumfluktuationen materielle Eigenschaften beeinflussen können. In einem Experiment veränderten die Schwingungen eines zweidimensionalen Bornitrid-Materials das elektrische Verhalten eines angrenzenden Supraleiters, ohne externe Energiezufuhr.

Quanteneffekte nutzen lernen: Wie Quantenvakuumfluktuationen Material beeinflussen

Wechselwirkung zweier atomdünner Materialien

Im Fokus der Untersuchung standen zwei sehr dünne Schichten: hexagonales Bornitrid (hBN) und ein organischer Supraleiter namens κ-ET. Das hBN gilt wegen seiner stabilen Struktur und optischen Eigenschaften als vielversprechendes Material in der Forschung. Der Supraleiter zeichnet sich durch elektrischen Widerstand null bei sehr niedrigen Temperaturen aus. Wird ein Blatt hBN direkt auf den Supraleiter gelegt, geht dieser Effekt unerwartet verloren, obwohl keine zusätzliche Energie zugeführt wird.

Die Erklärung liegt in der quantenmechanischen Wechselwirkung der Materialien. Die Vakuumfluktuationen im hBN erzeugen elektromagnetische Felder, die resonant zu den Schwingungen des Supraleiters sind. Diese Resonanz stört den kollektiven Elektronenzustand, der für die Supraleitung verantwortlich ist.

Neue Steuerungsmöglichkeiten durch Quantenvakuumfluktuationen

Die Studie zeigt, dass Quantenvakuumfluktuationen als internes „Steuerungselement“ fungieren können, um Materialeigenschaften gezielt zu verändern. Anders als bisherige Methoden, die Energiezufuhr wie Laser oder Temperaturänderung benötigen, beruht dieser Effekt allein auf dem quantenmechanischen Vakuum und der exakten Abstimmung der Schwingungsfrequenzen.

Die Resonanz ist entscheidend: Nur wenn die Frequenzen von hBN und Supraleiter zusammenpassen, wird die Supraleitung beeinflusst. Ansonsten bleibt der Supraleiter unbeeinträchtigt. Dieses Prinzip eröffnet neue Wege in der Materialforschung und könnte künftig für verschiedene quantenphysikalische Anwendungen genutzt werden.

„Any new knob that people can find for tuning superconductivity is significant“, sagte einer der Hauptautor:innen des Teams.

Weitere Informationen zur Quantenforschung und Materialtechnik sind auf regionalupdate.de verfügbar. Zur wissenschaftlichen Vertiefung eignet sich die Informationsseite der Columbia University.

Ausblick auf die Nutzung von Quantenvakuumfluktuationen

Die experimentelle Bestätigung, dass Quantenvakuumfluktuationen materielles Verhalten verändern können, stellt einen wichtigen Durchbruch dar. Künftige Forschungen sollen die gezielte Steuerung von Materialien ohne äußere Energiezufuhr weiter untersuchen. Dies könnte dabei helfen, neue Supraleiter und Quantensysteme zu entwickeln, die effizienter und präziser wirken. Termine für Folgeexperimente stehen derzeit noch nicht fest, die Ergebnisse markieren jedoch einen bedeutenden Schritt in der Quantenmaterialforschung.

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