Wiesbaden. Die Zahl der Photovoltaikanlagen in Deutschland ist bis Ende 2025 auf knapp 4,8 Millionen gestiegen. Die installierte Leistung nahm auf rund 106 200 Megawatt zu, wobei die Zuwachsraten zuletzt etwas abflachten. Die Fokus-Keyphrase „Photovoltaikanlagen Deutschland 2025“ beschreibt die aktuelle Entwicklung im Überblick.
Sonnenenergie wächst stark
Die Anzahl der Photovoltaikanlagen in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 % erhöht. Diese Anlagen speisen ihren Strom über öffentliche Netze ein und verfügen über entsprechend messende Stromzähler. Zum Jahresende 2024 waren noch rund 4,0 Millionen Anlagen mit 95 000 Megawatt Leistung registriert. Im Vorjahr lag die Steigerung der Anzahl der Anlagen bei fast 28 %, was darauf hindeutet, dass der Ausbau weiterhin stark, aber nicht mehr so dynamisch wie zuvor voranschreitet.
Importe und Exporte von Photovoltaikanlagen in Deutschland
Der Wert der in Deutschland importierten Photovoltaikanlagen verringerte sich 2025 im Vergleich zu 2024 um 7,8 % auf 1,8 Milliarden Euro. China war mit 88 % größter Lieferant, gefolgt von den Niederlanden mit 5,2 %. Die Exporte sanken im gleichen Zeitraum um 30,1 % auf 358 Millionen Euro. Wichtigste Abnehmer deutscher Anlagen sind europäische Nachbarländer, unter anderem Italien, Österreich und die Schweiz. Insgesamt war der Importwert circa fünfmal so hoch wie der Exportwert.
Produktion von Solarmodulen in Deutschland
Die heimische Produktion von Solarmodulen verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2025 einen starken Rückgang um 60,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 509 200 Stück. Dieser Trend setzte sich fort, nachdem 2024 die Produktion bereits um mehr als die Hälfte gefallen war. Die Zahlen beziehen sich auf Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten im produzierenden Gewerbe.
Blockquote
„Die Produktion von Solarmodulen in Deutschland ist in den ersten drei Quartalen 2025 deutlich gesunken“, erklärt das Statistische Bundesamt.
Einnahmen der privaten Haushalte aus Solarstrom
Im Jahr 2023 erzielten rund 4,9 % der privaten Haushalte in Deutschland Einnahmen aus der Einspeisung selbst erzeugten Solarstroms. Das entspricht etwa zwei Millionen Haushalten, die durchschnittliche monatliche Einnahme lag bei 153 Euro, ein Rückgang von 37 % gegenüber 2018. Als Ursache wird die sinkende Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vermutet.
- 2023: 4,9 % Haushalte mit Einnahmen aus Solarstrom
- Durchschnittliche Einnahmen: 153 Euro/Monat
- Rückgang gegenüber 2018 um 37 %
Weitere Informationen zur Entwicklung von Photovoltaikanlagen in Deutschland und aktuellen Statistiken sind beim Statistischen Bundesamt verfügbar. Hintergrundwissen zum Ausbau erneuerbarer Energien finden Interessierte auch bei Agora Energiewende.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Ausbau der Photovoltaikanlagen in Deutschland: Bedeutung für Bürger und Region
Die steigende Zahl der Photovoltaikanlagen zeigt den wachsenden Beitrag der Solarenergie zur Stromversorgung in Deutschland. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies einerseits mehr Möglichkeiten, selbst Strom zu erzeugen und durch Einspeisung Einnahmen zu erzielen. Andererseits bleibt die Preisentwicklung und Förderung durch politische Rahmenbedingungen prägbar für die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen. Lokale Handwerksbetriebe und Installationsunternehmen profitieren vom Ausbau, auch wenn die sinkende Produktion von Modulen in Deutschland Hinweise auf veränderte Marktstrukturen gibt. Zukünftige Entwicklungen werden stark von politischen Entscheidungen über Förderprogramme und gesetzliche Rahmenbedingungen abhängen.
Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen zum Thema Photovoltaikanlagen bietet regionalupdate.de im Bereich Energie und Umwelt.

