Bonn. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) fordert zum bevorstehenden Treffen der Verkehrsminister am 25. und 26. März 2026 eine verbesserte Sicherheit auf Landstraßen. Im Fokus steht dabei insbesondere die Einführung eines Tempolimits von 80 km/h, um die Vielzahl schwerer Unfälle auf diesen Strecken zu verringern. Maßnahmen wie Tempolimits, Ampelanlagen und Schutzplanken werden dabei als wirkungsvolle Lösungen hervorgehoben.
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Aktuelle Lage auf Landstraßen
Landstraßen gelten weiterhin als die gefährlichsten Verkehrswege in Deutschland. Sie sind überproportional häufig Schauplatz tödlicher Unfälle. Die Deutsche Verkehrswacht verweist darauf, dass trotz jahrelanger Diskussionen dringender Handlungsbedarf besteht, da die Unfallzahlen nach wie vor hoch sind.
Mit der Verkehrsministerkonferenz am 25. und 26. März 2026 steht ein wichtiges Treffen an, bei dem vorgeschlagene Sicherheitsmaßnahmen diskutiert werden sollen. Diese wurden unter anderem von der PTV Transport Consult erarbeitet und basieren auf fundierten Untersuchungen.
Tempolimit als zentraler Baustein
Im Mittelpunkt der Forderungen der DVW steht das Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen. Die Reduzierung der Regelgeschwindigkeit wurde bereits 2023 von der Hauptversammlung der DVW beschlossen. Studien zeigen, dass niedrigere Geschwindigkeiten sowohl die Anzahl der Unfälle als auch deren Schwere signifikant senken können.
„Eine Regelgeschwindigkeit von 80 km/h ist ein zentraler Hebel für mehr Sicherheit. Geringere Geschwindigkeiten bedeuten nachweislich weniger und weniger schwere Unfälle – gerade auf Landstraßen mit ihren hohen Risiken“, erläutert Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht.
Zusätzlich schlägt die DVW vor, die derzeit unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen für Pkw und Lkw auf 80 km/h anzugleichen. Dies soll riskantes Überholverhalten vermindern und den Verkehrsfluss sicherer gestalten.
Schutz für Rad- und Fußverkehr
Da Landstraßen häufig von verschiedenen Verkehrsteilnehmern gemeinsam genutzt werden, sind sichere Querungsstellen für Radfahrer und Fußgänger besonders wichtig. Die DVW unterstützt daher Maßnahmen wie bauliche Querungshilfen, gesicherte Knotenpunkte und Ampelanlagen. Diese sollen die Gefahren durch hohe Geschwindigkeitsunterschiede im Mischverkehr reduzieren und Unfälle vermeiden helfen.
Ausbau der Schutzplankenprogramme
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem verstärkten Einsatz von Schutzplanken entlang der Landstraßen. Besonders an unfallträchtigen Abschnitten und dort, wo keine hindernisfreien Seitenräume geschaffen werden können, können Schutzplanken schwere Unfallfolgen mildern. Die DVW fordert eine konsequente Nachrüstung, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.
„Diese Verkehrsministerkonferenz muss ein Signal für entschlossenes Handeln senden. Es geht darum, Menschenleben zu schützen – und dafür brauchen wir jetzt konkrete Entscheidungen“, so Lühmann abschließend.
Weitere Schritte zur Verbesserung der Landstraßensicherheit
Die Nationale Verkehrssicherheitskonferenz (NVSK) am 14. April 2026 in Berlin wird unter dem Motto „830.000 Kilometer Verantwortung: Gemeinsam für sichere Straßen“ ebenfalls ein Augenmerk auf die Sicherheit auf Landstraßen legen. Die Deutsche Verkehrswacht wird dort mit ihren Angeboten präsent sein und den Dialog weiter fördern.
Zur weiteren Informationsvertiefung stehen die offiziellen Seiten der Deutschen Verkehrswacht sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Verfügung. Mehr zu Verkehrssicherheit und aktuellen Entwicklungen finden Sie auch auf regionalupdate.de.
Externe Informationen:
- Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: www.bmvi.de

