Hannover. Niedersächsische Unternehmen haben im Jahr 2024 einen Umsatzrückgang von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Während die Anzahl der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen leicht um 0,6 Prozent zunahm, zeigte sich insbesondere im Bereich der Energieversorgung und des Verarbeitenden Gewerbes ein signifikanter Umsatzrückgang. Die Fokus-Keyphrase umsatzrueckgang niedersachsen unternehmen wird dabei deutlich.
Umsatzrückgang in Niedersachsen
Entwicklung der Unternehmenszahlen und Umsätze
Im Jahr 2024 gab es in Niedersachsen 276.260 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, was einer Steigerung von 0,6 Prozent gegenüber 2023 entspricht. Dies setzt den seit 2021 anhaltenden Trend steigender Unternehmenszahlen fort. Trotz dieses Zuwachses fiel der Gesamtumsatz der Unternehmen von rund 760 Milliarden Euro in 2023 auf etwa 746 Milliarden Euro im Folgejahr. Damit verringerte sich der Umsatz um 1,8 Prozent.
Die Zunahme der Unternehmenszahlen ist vor allem auf die Wirtschaftsbereiche „Grundstücks- und Wohnungswesen“ sowie „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ zurückzuführen. Diese Bereiche trugen nicht nur zur positiven Entwicklung der Anzahl bei, sondern konnten auch Umsatzzuwächse von 2,87 Milliarden Euro beziehungsweise 1,4 Milliarden Euro verzeichnen.
Umsatzrückgänge in Industrie und Handel
Der Umsatzrückgang konzentrierte sich vor allem auf die Wirtschaftssektoren Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe. Die Energieversorgung verzeichnete einen deutlichen Umsatzminus von 8 Milliarden Euro, das entspricht einem Rückgang von 17 Prozent. Dies ist auf eine Rückkehr zu Vorkrisenniveaus nach außergewöhnlich hohen Umsätzen in den Jahren 2022 und 2023 zurückzuführen.
Im Verarbeitenden Gewerbe setzte sich der seit 2022 beobachtete Abwärtstrend fort. Der Umsatz ging um insgesamt 16,71 Milliarden Euro zurück, was einem Minus von 5,5 Prozent entspricht. Besonders betroffen waren die Bereiche Maschinenbau sowie Metallerzeugung und -bearbeitung, in denen die Umsätze um jeweils 1,86 beziehungsweise 1,75 Milliarden Euro sanken.
Auch der Wirtschaftsabschnitt „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ erlebte weiterhin negative Entwicklungen. Die Anzahl der Unternehmen reduzierte sich um 913 und die Umsätze verringerten sich um 2,47 Milliarden Euro. Während im Einzel- und Großhandel weniger Unternehmen tätig waren, entfiel der Umsatzrückgang ausschließlich auf den Großhandel mit einem Minus von 3,66 Milliarden Euro.
Positive Entwicklungen im Dienstleistungssektor
Demgegenüber wies der Dienstleistungssektor deutliche Umsatzsteigerungen auf. Besonders die Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen konnten deutliche Zuwächse verzeichnen. Die Umsätze in diesen Bereichen stiegen um 5,06 beziehungsweise 5,72 Milliarden Euro. Zusätzlich stieg hier auch die Anzahl der Unternehmen spürbar an.
Insgesamt zeigen die Zahlen eine strukturelle Verschiebung der niedersächsischen Wirtschaft hin zu dienstleistungsorientierten Bereichen. Der starke Umsatzanstieg in diesem Sektor konnte jedoch die Rückgänge in den traditionellen Produktions- und Handelsbereichen nicht vollständig ausgleichen.
„Die Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, denen sich Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe und in der Energieversorgung stellen müssen, während der Dienstleistungssektor weiter wächst“, sagte ein Sprecher des Landesamts für Statistik Niedersachsen.
Weitere Daten und Details zur Statistik finden sich auf der Webseite des Landesamts für Statistik Niedersachsen sowie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.
Weitere Entwicklungen im niedersächsischen Unternehmenssektor
Im kommenden Jahr wird die Entwicklung der Umsatzstruktur in Niedersachsen weiterhin beobachtet und analysiert. Insbesondere wird die Fähigkeit des Dienstleistungssektors im Fokus stehen, die Umsatzeinbußen in Industrie und Handel auszugleichen. Das Landesamt für Statistik Niedersachsen plant die Veröffentlichung weiterer detaillierter Berichte zur Wirtschaftsstruktur.
Unternehmen und interessierte Bürger können sich über die offiziellen Informationsangebote auf regionalupdate.de informieren und so aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Niedersachsen verfolgen.

