AfD-Politiker Lucassen wehrt sich gegen Höcke-Kritik

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Rüdiger Lucassen, der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, äußert Bedenken über seine zukünftige Rolle in der Partei. Nach öffentlicher Kritik an Björn Höcke sieht er Bestrebungen, ihn von seinem Posten abzulösen.

Lucassens interne Auseinandersetzungen

Rüdiger Lucassen, der verteidigungspolitische Sprecher der AfD, erhebt Vorwürfe gegen den Einfluss des Höcke-Lagers in seiner Partei. Trotz seiner Bemühungen um einen gemäßigteren Kurs sieht er sich aufgrund seiner Kritik an Björn Höcke in eine gefährliche Lage gedrängt. „Man versucht im Moment, mich in meiner Position als verteidigungspolitischer Sprecher abzusetzen“, sagte Lucassen in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der ehemalige Bundeswehroffizier, der bereits im Dezember 2025 Höcke öffentlich kritisierte, erhielt im Januar 2026 eine Missbilligung vom Vorstand der AfD-Bundestagsfraktion.

Der Einfluss von Björn Höcke

In seinen Aussagen hebt Lucassen hervor, dass das Höcke-Lager nicht in der Mehrheit sei, jedoch über einen beträchtlichen Einfluss auf die wichtigen Entscheidungsträger innerhalb der AfD verfüge. „Wenn Sie darunter den parteiinternen Einfluss auf die wesentlichen Amtsträger und öffentlich bekannten Protagonisten verstehen, hat das Höcke-Lager die Oberhand“, stellt er fest. Dieser Zustand führt zu einem wachsenden Spannungsfeld innerhalb der Partei, in dem Lucassen sich zwischen internen Konflikten und der politischen Konkurrenz behaupten muss.

Die schweigende Mehrheit und Lucassens Zukunft

Lucassen beschreibt seine Situation als einen „Zwei-Fronten-Kampf“, bei dem er sowohl interne Gegner als auch den äußeren Druck der politischen Mitbewerber spüre. Dennoch glaubt er, dass eine schweigende Mehrheit in der Partei seine Position unterstützt, auch wenn sie sich aus Angst vor möglichen Repressalien nicht öffentlich hinter ihn stellt. Auf die Frage nach seiner politischen Zukunft äußert Lucassen eine düstere Prognose: „Wenn ich ehrlich bin, in gar keiner [Partei]“. Er ist sich der Spannungen innerhalb der Partei bewusst und stellt fest, dass sein weiterer Verbleib in der AfD ungewiss ist.

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