Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) verlangen aufgrund der hohen Spritpreise dringend nach Erleichterungen. Ihr stellvertretender Hauptgeschäftsführer Sven Weickert äußerte kritische Worte im rbb24 Inforadio und fordert gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der Verbraucher.
Hohe Spritpreise erfordern schnelles Handeln
Im Gespräch mit rbb24 Inforadio appellierte Sven Weickert an die Bundesregierung, umgehend Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher zu ergreifen. Die aktuelle Regelung, die Tankstellen nur einmal täglich Preiserhöhungen erlaubt, habe nicht den gewünschten Effekt erzielt. Die hohen Spritpreise belasten die Deutschen, und deshalb ist schnelles Handeln gefragt.
Forderung nach temporärer Senkung der Energiesteuer
Eine der geforderten Maßnahmen ist die vorübergehende Senkung der Energiesteuer für Benzin und Diesel. Weickert wies darauf hin, dass der Staat einen erheblichen Anteil am Kraftstoffpreis hat, der sich aus der Energiesteuer, CO2-Steuer und Mehrwertsteuer zusammensetzt. In Deutschland liege der Steuersatz für Kraftstoffe deutlich über dem EU-Mindeststandard, was Spielraum für eine temporäre Senkung der Energiesteuer lasse. Diese Maßnahme sollte jedoch genau überwacht werden, um ihre Auswirkungen zu analysieren.
Rentenreform und Bürokratieabbau sind ebenfalls notwendig
Zusätzlich zur Senkung der Energiesteuer verlangt Weickert von der Bundesregierung, den Bürokratieabbau voranzutreiben und die bereits angekündigte Rentenreform schnell umzusetzen. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern sich stetig, und es sei an der Zeit, einen „Ruck durchs Land“ zu initiieren, um sowohl Unternehmen als auch Bürger in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen.

