Eine aktuelle Studie zeigt, dass mehr als 90 Prozent der Energieunternehmen bereits eine Künstliche Intelligenz-Strategie verfolgen oder diese in Planung haben. Die Digital@EVU-Studie 2026 verdeutlicht die bedeutende Rolle von Digitalisierung und KI in der Energiewende.
Herausforderungen der Energiewirtschaft
Die Energiewirtschaft steht vor der doppelten Herausforderung der Energiewende und der digitalen Transformation. Die Digital@EVU-Studie 2026, herausgegeben vom BDEW, VSE, Kearney und IMP³ROVE, zeigt, dass Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend zu Schlüsselfaktoren für Effizienz, Resilienz und Kostensenkungen werden.
Wesentliche Ergebnisse der Studie
Die Studie beleuchtet drei zentrale Handlungsfelder: die Transformation der Wertschöpfung, Kundenzentrierung und das digitale Unternehmen. Künstliche Intelligenz wird als entscheidender Bestandteil in der Erzeugung erneuerbarer Energien und im Netzbetrieb bewertet. Laut der Ergebnisse haben bereits ein Drittel der Energieversorgungsunternehmen (EVU) eine eigene KI-Strategie implementiert, während 58 Prozent diese planen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass 56 Prozent der Unternehmen klare Vorstellungen von den benötigten Zukunftskompetenzen haben. Dennoch zeigt sich, dass nur 29 Prozent der Unternehmen eine Personalstrategie zur Entwicklung dieser Kompetenzen verfolgen müssen, um den Herausforderungen gerecht zu werden.
KI-Anwendungen und deren Herausforderungen
Die Studie stellt fest, dass die Bedeutung von Datenanalytik und Künstlicher Intelligenz weiter wächst, jedoch viele der zuvor identifizierten Hürden, besonders bei kleinen EVU, weiterhin bestehen. Positiv ist, dass bei den relevanten KI-Anwendungen in den Bereichen Erzeugung und Übertragung bereits Verbreitungsgrade von durchschnittlich 30 bis 50 Prozent erzielt werden.
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, betont, dass die digitale Transformation und KI keine Randthemen mehr sind. Immer mehr Unternehmen verfolgen aktiv Strategien zur Nutzung von KI, die signifikante Effizienz- und Produktivitätsgewinne versprechen.
Michael Frank, Direktor der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, hebt hervor, dass Digitalisierung nicht nur einem Zweck dient, sondern ein entscheidendes Werkzeug zur Stärkung der Effizienz und Versorgungssicherheit darstellt. Der Fokus liege darauf, datenbasierte Anwendungen zügig in den operativen Alltag zu integrieren.
Dr. Martin Ruppert von Kearney | IMP³ROVE weist darauf hin, dass präzisere Entscheidungen bei der Kapitalallokation unerlässlich sind, um die Energiewende in der benötigten Größenordnung zu erreichen. Digitale und KI-Initiativen könnten messbare finanzielle Effekte generieren.
Horst Dringenberg ergänzt, dass es entscheidend sei, KI-Strategien zügig in die Tat umzusetzen, um die Performance zu steigern und zukünftiges Wachstum zu sichern.
Den vollständigen Bericht der Digital@EVU-Studie 2026 finden Sie hier zum Download.

